Die Akzeptanz der Energiewende ist nur noch dort vorhanden,
wo das Wissen um ihre Auswirkungen fehlt!

16.06.2014 (Region Hunsrück) - Der Artikel in der Rhein-Zeitung "Vogelschutz" erfährt eine starke Verbreitung und Beachtung

Der Beitrag der Rhein-Zeitung vom 13. Juni 2014 “Vogelschutz: Kreis ertappt Projektentwickler” (siehe unten) erfährt zurzeit via Internet eine stark beachtete Verbreitung in der ganzen Bundesrepublik. Regional häufen sich außerdem die Hinweise auf weitere Vorkommen geschützter Vogelarten im Landkreis Birkenfeld und dem gesamten Hunsrück-Nahe-Raum. So erreichte uns das hier gezeigte aktuelle Foto eines Rotmilans unmittelbar vor dem Windmessmast zwischen Oberkirn und Lindenschied. In diesem auch für den saisonalen Vogelzug hoch bedeutsamen Landschaftswinkel des Kyrbachtals horsten mehrere Rotmilanpaare, und dieses Jahr haben sich dort erstmals sogar Schwarzstörche niedergelassen.

Foto: Privat

13.06.2014 (Region Birkenfeld) - Kritik an der Qualität von Vogelgutachten

Die Rhein-Zeitung (Volker Boch) berichtet am 13.6.2014 mit der Überschrift:

Vogelschutz: Kreis ertappt Projektentwickler

So schreibt die RZ:

Kreis Birkenfeld – Die Windkraft ist im Kreis Birkenfeld auf dem Vormarsch. Nicht nur in der Diskussion um die Mörschieder Burr haben Experten und Kritiker immer wieder Bedenken angemeldet, ob die Natur- und Artenschutzvorgaben in den regionalen Genehmigungsverfahren genügend gewichtet werden. Offensichtlich wurden dem Kreis in diesem Zusammenhang Vogelgutachten vorgelegt, die nicht korrekt sind.

Seit Monaten rumort es unter den Natur- und Artenschützern in der Region. Unter anderem ist die Rede davon, dass Vogelgutachter aus dem Kreisgebiet abgezogen wurden, nachdem Projektentwicklern zu Ohren gekommen war, dass sich diese mit regionalen Naturschützern unterhalten würden. Klar ist: Die Verbindung von Vogelschutz und Windkraft ist heikel.

Unserer Redaktion liegen Unterlagen vor, die das Vorkommen schützenswerter Vogelarten in Windkraft-Eignungsgebieten beziehungsweise in unmittelbarer Nähe zu geplanten Windparks im Kreis verdeutlichen. Diese geschützten Vogelarten - unter anderem Schwarzstorch und Rotmilan - würden Windkraft laut den gesetzlichen Vorgaben ausschließen. Offiziell existieren die Vorkommen allerdings nicht, da die Gutachten der Projektentwickler und die Erkenntnisse der beteiligten Verwaltungsstellen etwas anderes aussagen. In einem Fall wurde einer offiziellen Fachstelle des Landes von einem Experten dargelegt, welche konkreten Vogelarten in einem nördlichen Eignungsgebiet des Kreises vorkommen. Das Antwortschreiben nimmt sich der auch fotografisch sehr umfangreich vorgelegten seltenen Vogelarten zwar an, stellt diese teils aber als andere und nicht schützenswerte Vogelarten dar.

Besonders umstritten scheint hier die Bewertung von Fotos zu sein, die ein Vorkommen des Schwarzstorchs nahelegen - den es offiziell im Kreis angeblich gar nicht geben soll. Im Schreiben der Fachstelle heißt es dazu lapidar, dass das Foto zwar einen Schwarzstorch zeige, die Aufnahme jedoch außerhalb der Brutzeit erfolgt sei. Dies konnte als Hinweis verstanden werden, dass damit ein Vorkommen nicht stichhaltig zu belegen ist.

Gewicht bekommen solche Details vor allem dann, wenn Windparks geplant sind, die auch auf der Gutachterebene umstritten sind. So gibt es bezüglich des Vogelzugs ein Gutachten der Verbandsgemeinde Kirchberg (Rhein-Hunsrück-Kreis), dessen Windkraft-ablehnender Charakter auch für den bei Oberkirn geplanten Park gelten könnte, die Verbandsgemeinde Rhaunen vertraut jedoch anderen Gutachten. Der Windpark bei Oberkirn ist in der Vergangenheit in der Anzahl zwar deutlich zusammengeschrumpft, die Planungen sind aber trotz der ornithologischen Bedenken nie ganz aufgegeben worden.

Der Kreis Birkenfeld sah zuletzt offensichtlich einen dringenden Bedarf, gerade in Bezug auf Vogelschutz die in den verschiedenen Genehmigungsverfahren vorgelegten Gutachten der Projektentwickler neutral überprüfen zu lassen. "Wir haben uns einen Ornithologen besorgt, der für den Kreis auf die Gutachten der Projektentwickler geschaut hat, gerade auch in besonderen Biotopsituationen", erklärt Landrat Matthias Schneider. Zwar war das Zeitfenster für den neutralen Sachverständigen zwischen Januar und März diesen Jahres sehr eng bemessen und die Jahreszeit aus ornithologischer Sicht auch ungünstig, aber die Ergebnisse waren klar - und für den Landrat offensichtlich auch erschütternd: "Wir haben den ein oder anderen Projektentwickler dabei ertappt, dass Fakten nicht stimmen", sagt Schneider. Unter anderem "trafen Rotmilan-Aussagen nicht zu" - in einem Fall fand ein nicht zu übersehender Horst keinen Eingang ins Gutachten.

Hinter vorgehaltener Hand sind solche Vorfälle nicht nur im Kreis Birkenfeld immer wieder zu hören. Das wirtschaftliche Betätigungsumfeld derjenigen, die überhaupt Vogelgutachten erstellen können, gilt deutschlandweit als überschaubar. Böse Zungen behaupten, dass derjenige, der zu viele Vögel in seinen Gutachten festhält, wenig Chancen hat, Anschlussaufträge zu bekommen...

Mehr als 100 verschieden Arten

Im Fall eines geplanten Windparks im nördlichen Kreisgebiet sollen laut Insidern deutlich mehr als 100 verschiedene, teils sehr seltene Vogelarten festgestellt worden sein - die Planungen laufen aber weiter. Landrat Schneider scheint vom Ergebnis der Überprüfung der Gutachter nicht überrascht zu sein. Er wundert sich aber auch darüber, dass die Bürgerinitiativen nicht selbstständig ornithologische Stellungnahmen und Gutachten auf den Weg gebracht haben - entsprechende Fachleute würde es in den Reihen der BI durchaus geben.

Dass der Vogelschutz im Kreis eine große Rolle spielt, bezweifeln die Kritiker. Mehrfach wurde zuletzt davon berichtet, dass es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Abholzungen und Sägearbeiten im Kreis gegeben habe, die ganz in der Nähe von Horsten vorgenommen worden seien. Ob es bei diesen Arbeiten vielleicht auch darum gegangen ist, ganz gezielt brütende Vögel zu stören, wissen nur die Ausführenden und die Auftraggeber selbst.

Den Artikel finden Sie hier:  http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/nahe_artikel,-Vogelschutz-Kreis-ertappt-Projektentwickler-_arid,1164853.html#.U56pDCAayc0

16.5.2014 - Böcksweiler (Saarland) - Bündnis Energiewende für Mensch und Natur befürchtet Schäden für Gesundheit und Umwelt

37 Bürgerinitiativen trafen sich am 16. Mai im Saarland.

So schreibt Sebastian Dingler von der Saarbrücker Zeitung (19.5.2014):

Saarbrücken. Die Szenerie im Dorfgemeinschaftshaus in
Blieskastel- Böckweiler im Bliesgau erinnerte an die Anfänge der Anti-
Atombewegung: Flugblätter, Infobroschüren, Transparente mit Slogans und eine
Menge an engagierten Bürgern. Der Protest der anwesenden Bürgerinitiativen
richtete sich jedoch gegen eine lange als unproblematisch und ökologisch
angesehene Form der Energieerzeugung, nämlich die Windkraft. Die Veranstaltung
am vergangenen Freitag diente der Eigenpräsentation eines Bündnisses
„Energiewende für Mensch und Natur“, das aus 37 Bürgerinitiativen aus dem
Saarland und Rheinland- Pfalz besteht. Mit Gast-Redner Oskar Lafontaine (Linke)
konnte dazu ein gewichtiger Mitstreiter aus der Politik gewonnen
werden.

Die Argumente gegen diese Form der Energieerzeugung deckten eine
große Bandbreite ab – vom Naturschutz über die Veränderung des Landschaftsbildes
bis zur Profitgier, die den Betreibern unterstellt wurde. Nicht zuletzt aber
befürchteten die Windkraftgegner gesundheitliche Gefahren für den Menschen.
Bündnisvorsitzender Uwe Anhäuser stellte klar, dass er nicht etwa eine
Fortführung der Kernenergie anstrebe. Sinnvoller als die Windkraft empfände der
Buchautor jedoch die Nutzung von Strömungsenergie in Flüssen sowie schlichtweg
das Einsparen von Energie. Das Weltklima würde man, so Anhäuser, durch den
Ausbau der Windenergie auch kaum retten: „Was wir in Deutschland mit allen
Maßnahmen pro Jahr an CO2-Ausstoß einsparen, das pusten die Chinesen an einem
halben Tag in die Luft.“

Überdies müssten die Anlagen nach drei bis fünf
Jahren kostenintensiv gewartet werden – die Menschen könnten sonst nicht
schlafen, „weil die Dinger zu quietschen anfangen“. Die Redner der einzelnen
Bürgerinitiativen stießen ins gleiche Horn, legten aber den Schwerpunkt mehr auf
die ungewünschte Veränderung im Landschaftsbild durch die Windräder
(„Verschandelung“), die Lärmbelastung und die Bedrohung der Lebensräume von
Rotmilan und Schwarzstorch. Beide Vogelarten sind streng geschützt; sie zählten
daher in der Argumentation gegen die Windenergie oft gewichtiger als der Mensch
selbst. Immer wieder thematisiert wurde der Mindestabstand von Windrädern zu
Wohngebieten. Im Saarland sei dieser mit 650 Metern viel zu gering
bemessen.

Oskar Lafontaine lobte diesbezüglich in seiner Rede sogar die
CSU, die in Bayern die so genannte 10-H-Regel eingeführt habe: Danach muss der
Abstand einer Windkraftanlage zu den Häusern das Zehnfache seiner Höhe betragen.
Ansonsten wetterte der Linken- Politiker gegen das „Banausentum“ im Umgang mit
Landschaften und Bauwerken und forderte Bürgerentscheide bei der Planung von
Windparks. Abschließend erläuterte der Püttlinger Arzt und Diplom-Ingenieur
Eckehard Fugger den etwa 150 Anwesenden, was es mit dem von den Windanlagen
ausgehenden Infraschall auf sich habe: Die tiefen akustischen Frequenzen seien
zwar für den Menschen nicht hörbar, jedoch gut messbar; Studien hätten gezeigt,
dass Hirnströme selbst in 15 Kilometern Entfernung von den Anlagen noch
krankhaft verändert seien. Benommenheit, Konzentrationsschwierigkeiten und
Schlafstörungen seien die Folgen.

 

Hier geht es zum Artikel: http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Windenergie-Gegner-Oskar-Lafontaine-Windraeder;art27856,5276376

 

16.5.2014 (Region Saarland) - Bündnistreffen mit Oskar Lafontaine in Blieskastel-Böcksweiler

Windenergie im Fokus (Pressemitteilung des Bündnisses und Bilder der Veranstaltungen in Arbeit)

Hier ein Auszug aus dem Programm:

  • Einführungsrede von Herrn Uwe Anhäuser, des 1. Vorsitzenden des Bündnisses Energiewende für Mensch und Natur e.V.
  • Präsentation der teilnehmenden Bürgerinitiatiaven und Interessengemeinschaften:

Bürgerinitiative windkraftfreier Bocksrück e.V. (Gonbach / Rheinland-Pfalz) / Redner: Jürgen Berberich

Bürgerinitiative Fröhner Wald (Heusweiler-Holz) / Redner: Peter Hoffmann

Bürgerinitiative LebensEnergie Riegelsberg / Rednerin: Sabine Meyer

Bürgerinitiative Gegenwind rund um Eiweiler / Rednerin: Simone Lony

Interessengemeinschaft Windwahn – Sitzerath / Redner: Raphael Stein

Bürgerinitiative gegen Windkraft in Lautenbach / Redner: Michael Marx

Bürgerinitiative Pro Natur Hochwald e.V. (Greimerath /Rheinland-Pfalz) / Redner: Herbert Martini u. Jürgen Witt

Bürgerinitiative Böckweiler „Windkraftfreie Biosphäre“ / Rednerin: Marliese Rauch

Bürgerinitiative Windwahn Bostalsee (akute Erkrankung / keine Präsentation)

  • Gastredner Dr. Eckehard Fugger spricht über von Windenergieanlagen ausgehende Schallimmissionen und deren Gesundheitsgefahren
  • Gastredner Oskar Lafontaine spricht über verschiedene Aspekte des Windenergieausbaus im Saarland. Unter anderem fordert er: die Novellierung des §35 BauGB, eine stärkere Bürgerbeteiligung & deutlich größere Mindestabstände zur Wohnbebauung
  • Podiumsdiskussion mit den beiden Gastrednern, Mitgliedern des Bündnis-Vorstandes und Vertretern von Bürgerinitiativen, die bereits mit WEA in Wohnortnähe leben und aus erster Hand von ihren Erfahrungen berichten können (Moderation Uwe Anhäuser)

Informationsveranstaltung "Windenergie im Fokus"  

16. Mai 2014

 in 66440 Blieskastel - Böckweiler 

von 17:00 bis 20:00 Uhr

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,   

liebe Bündnismitglieder,  

am Freitag, dem 16. Mai 2014, findet erstmals eine Informationsveranstaltung unseres Bündnisses im Saarland statt. In Blieskastel-Böckweiler werden sich sieben saarländische und eine rheinland-pfälzische Bürgerinitiative/n aus der Grenzregion vorstellen und über ihre jeweilige Situation vor Ort berichten.

 

Als Bündnis freuen wir uns ganz besonders darüber, Herrn Oskar Lafontaine, den ehemaligen Ministerpräsidenten des Saarlandes und derzeitigen Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Saarbrücker Landtag, als Gastredner und Teilnehmer unserer Podiumsdiskussion gewonnen zu haben! Er wird zu verschiedenen Aspekten des Windenergieausbaus Stellung nehmen. 

 

Derzeit schließen sich, wie in Rheinland-Pfalz, auch im Saarland immer mehr Bürgerinnen und Bürger zu Bürgerinitiativen zusammen, um sich gegen die Windkraftpläne der Kommunen zu wehren. 

 

Durch die 2011 - noch zuzeiten der Jamaika-Koalition - erfolgte Novellierung des Landesentwicklungsplans (LEP) Umwelt wurde im Saarland die dringend erforderliche Steuerung des Windenergieausbaus auf Landesebene de facto abgeschafft. 

 

Seitdem sehen sich viele Kommunen gezwungen, ihre Flächennutzungspläne abzuändern und Potenzialflächen für Windenergieanlagen (WEA) auszuweisen. 

 

Dies führt gerade im dicht besiedelten Saarland zunehmend zu Konflikten mit Mensch und Natur. 

 

Diese Konflikte, vor allem auch die von den riesigen Windindustrieanlagen ausgehenden Gesundheitsgefahren durch Schallimmissionen, werden auf unserer Veranstaltung von mehreren Seiten beleuchtet werden.   

 

Wir möchten Sie, liebe Partner im Bündnis, sehr herzlich zu dieser Veranstaltung einladen und würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele Bürgerinitiativen am 16. Mai den Weg in den schönen Bliesgau finden würden!  

 

Mit besten Grüßen 

Uwe Anhäuser, 1. Vorsitzender 

und 

Kerstin Moschel-Haenle, Vorstandsmitglied (Beisitzer für die Region Saarland  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bündnis Energiewende für Mensch & Natur

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