Die Akzeptanz der Energiewende ist nur noch dort vorhanden,
wo das Wissen um ihre Auswirkungen fehlt!

Neues zu Fledermäusen und Windkraft: es ist noch viel schlimmer ...

12.02.2015 - Eine neue wissenschaftliche Studie zu Fledermäusen weist darauf hin, dass die Todesfälle an Windrädern nochmals höher sind als ohnehin schon gedacht. Für Deutschland wird nun die Zahl von 250.000 toten Tieren vorsichtig hoch gerechnet. Das kann hochgradig relevant für den gesamten Naturhaushalt sein. Darunter sind viele wandernde Tiere, so dass die aktuell 24.000 Windräder in Deutschland für ganz Europa negative Auswirkungen auf Fledermäuse haben - auch mit möglichen jursitischen Folgen. Insbesondere die neuen großen Windräder, die sich auch bei schwachem Wind drehen, sind Todesfallen, die bisher unterschätzt wurden. Viele Tiere sterben nicht direkt und sind demzufolge nicht direkt unter dem Windrad auffindbar, sondern fliegen verletzt (oft Lungenverletzungen / "Barotrauma" durch Druckunterschiede im Bereich drehender Rotorblätter) in ihre Quartiere und verenden dort.

Allerdings schließen die Autoren daraus nicht, dass Windkraft generell unverträglich ist. Es müssen Anpassungen (andere Abschaltzeiten) und eine bessere auch gróßräumige Planung verwirklicht werden. Das fehlt in Deutschland weitgehend.

- Originalquelle: Christian Voigt, Linn Lehnert, Gunars Petersons, Frank Adorf, Lothar Bach (2015): Wildlife and renewable energy: German politics cross migratory bats. – in ‘European Journal for Wildlife Research’ – Springer Verlag, Heidelberg (in English). http://link.springer.com/article/10.1007/s10344-015-0903-y

- Zusammenfassung des Instituts, an dem diese Arbeit entstanden ist: http://www.fv-berlin.de/news/deutschlands-energiewende-kollidiert-mit-migrierenden-fledermaeusen

- Populäre (und notgedrungen unvollständige) Zusammenfassung z.B. in Spiegel online vom 11.02.2015, Link:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/deutschland-250-000-fledermaeuse-von-windraedern-getoetet-a-1017886.html

zusammengefasst von Michael Altmoos, www.nahe-natur.com

 

Zum Weiterdenken - Kommentar: Was im Falle von theoretisch denkbarer zukünftiger Verträglichkeit von Windradplanungen für Fledermausarten in jedem Fall bleibt, ist der schwerwiegende Landschaftsverbau. Das lenkt den Blick auf die eigentlichen Probleme der Windkraft jenseits von reinen Tierartbetrachtungen, so wichtig diese auch sind. Vertiefungen zum Landschaftsthema in anderen Beiträgen dieser Internetpräsenz oder unter http://www.nahe-natur.com/Freinatur/Windkraft/ (Quelle: Naturschutz-Museum www.nahe-natur.com, Michael Altmoos)

 

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