Die Akzeptanz der Energiewende ist nur noch dort vorhanden,
wo das Wissen um ihre Auswirkungen fehlt!

Vorstände des Bündnisses zu Gast bei Bürgerinformationsveranstaltung in Königsberg bei Wetzlar / Hessen am 20. März 2015

Die Informationen dieser Bürgerinformationsveranstaltung sind auch auf Rheinland-Pfalz übertragbar. Überall im Land erkennen die Menschen mittlerweile, dass ihnen die Politik mit dem EEG etwas vorgaukelt, das nicht gelingen kann und nur einigen Profiteuren Geld in die Kassen bringt – auf Kosten der betroffenen Menschen und der Natur.  

Aus diesem Grund lud die Bürgerinitiative „Königsberger Gegenwind“ am vergangenen Freitag, dem 20. März 2015, zu einer Bürgerinformationsveranstaltung ein. Als Referenten waren eingeladen Dr. Ing. Detlev Ahlborn und Bernhard Klug, der erste Vorsitzende des hessischen Landesbündnisses „Vernunftkraft“.

 

Vorstände des Bündnisses nutzten die Gelegenheit. Sie folgten der Einladung und trafen sich im Vorfeld mit Bernhard Klug und Dr. Ahlborn, um sich „länderübergreifend“ auszutauschen. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Dr. Anne Schmidt die weit mehr als 200 interessierten Gäste in der Mehrzweckhalle in Königsberg. Sie stellte die Bürgerinitiative vor und deren Absichten und machte dabei sehr deutlich, dass sich die Menschen von der Politik im Stich gelassen fühlten. „Letztlich holen sich die Politiker Unterstützer aus den Reihen der Windenergie!“

Man beabsichtigt derzeit, rings um Königsberg auf Gemeinde- und Privatflächen 35 Windkraftanlagen zu errichten. Die vom Land vorgegebenen Abstandsflächen zu Wohnsiedlungen betragen 1000 m, die zu Aussiedlerhöfen 600 m. Wind- und Schallmessungen wurden vom Gutachter- und Beratungsbüro Cube Engeneering aus Kassel durchgeführt, Gutachten ebenfalls angefertigt.

Mitstreiter der BI betrachten die angegebene Windhöffigkeit als grenzwertig und die avifaunistischen Gutachten als nicht zuverlässig. Die Landschaft wird mit WEAs überprägt, der CO²-Speicher Wald großflächig gerodet und durch das Wegenetz und den WEA-Bau versiegelt. Der Schutz des Menschen (u.a. Schattenschlag und Eiswurf) findet keine Berücksichtigung, das Thema Infraschall wird negiert. Selbst die Vorgaben im „Teilregionalplan Mittelhessen“ werden nicht eingehalten, denn bei einem „Rundumblick“ müssen Blickbeziehungen ohne WEA möglich sein und der Abstand zwischen den Vorranggebieten soll mehr als drei km betragen.

„Die Menschen fühlen sich von der Politik verraten und sind maßlos enttäuscht! Hier werden wichtige Kriterien einfach ignoriert, und Königsberg wird für das 2 %-Ziel der hessischen Landesregierung geopfert!“

Bernhard Klug als Vertreter von etwa einhundert hessischen Bürgerinitiativen pflichtet bei: „Hier werden auch Werte der gutgläubigen Bürger und Bürgerinnen vernichtet. Denn die Zahlen für Übernachtungen werden sinken, und der Zuwachs an Wertschöpfung durch den Bau von WEAs wird sich nicht rechnen!“ Er belegt die Behauptung mit Zahlen aus Hessens höchster Stadt Ulrichstein im Vogelsbergkreis, einem anerkannten Erholungsort. Hier gab es 1993 knapp 100 000 Übernachtungen. Nach dem Bau von WEAs gingen in 2013 diese Zahlen auf 8.531 Übernachtungen zurück.  

Mittlerweile gibt sogar der deutsche Touristikverband zu, dass die WEA immer mehr das Landschaftsbild bestimmen und damit touristische Potentiale und den Erholungswert vieler gewachsener Kulturlandschaften beeinflussen.

Ein weiteres Problem sieht er in den Wertverlusten der Immobilien in der Nähe von Windkraftanlagen, die mitunter gar nicht mehr verkäuflich sind. In seiner Meinung bestätigt fühlt er sich vom Grundeigentümerverein Haus und Grund: „In Dänemark erhalten die die Immobilienbesitzer einen Ausgleich für ihren Wertverlust, in Deutschland wird auch dieses Problem einfach ignoriert!“

 

Bündnis Energiewende für Mensch & Natur

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