18.07.2019 Die Physik des Stromnetzes lässt sich politisch nicht regulieren

EU-Anteil der Energieträger an der Stromproduktion.
An drei Tagen im Juni stand das deutsche Stromnetz vor dem Zusammenbruch wegen zu geringer Einspeisung. Die modernen Industrienachbarstaaten haben uns nochmal ausgeholfen, Gott sei Dank. An vier anderen Tagen in diesem Monat musste Deutschland unverkäuflichen Stromüberschuss exportieren, mit „negativen“ Preisen. Ende 2022 geht das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz… Und dann?
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18.07.2019 Wir müssen die Energiewende vom Grundsatz her neu denken

Interview mit Prof. Dr.-Ing. Harald Schwarz, Lehrstuhlinhaber Energieverteilung und Hochspannungstechnik an der BTU Cottbus-Senftenberg.
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18.07.2019 Die hässliche Seite der Elektromobilität

Die deutsche Bundesregierung fördert Elektroautos. Doch sie kann nicht ausschließen, dass es bei der Produktion zu Kinderarbeit und Zwangsarbeit kommt. Die FDP kritisiert deshalb „die planwirtschaftliche Festlegung auf batteriebetriebene Autos“.

Die Bundesregierung kann nicht ausschließen, dass auch in Batterien für Elektroautos aus deutscher Produktion Rohstoffe stecken, bei deren Abbau Kinder oder Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Das geht aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die WELT AM SONNTAG vorliegt.
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 19.06.2019 Demo gegen Windkraft in Berlin

 

 

Am23. Mai 2019 fand eine sich eine bemerkenswert große Zahl von gleichdenkenden, –fühlenden und leidenden Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland zur einer Demonstration hauptsächlich gegen den Wildwuchs beim Ausbau der Windenergie zusammen. Sie setzten ein beeindruckendes Zeichen gegen die fehlgeleitete Energiepolitik, deren schädliche Auswirkungen mittlerweile im ganzen Land zu besichtigen sind. Seit der letzten solidarischen Großkundgebung dieser Art hat sich die Situation weiter verschlechtert. In weiße Westen gekleidet, setzten die Teilnehmer dem grassierenden Windwahn ihre „Vernunftkraft“ entgegen.

Nicht zufällig wurde der Geburtstag des Grundgesetzes gewählt. Denn dieses garantiert das Recht auf körperliche Unversehrtheit und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, was beim Ausbau sogenannter erneuerbaren Energien sträflichst missachtet wird.
Eine kleine Abordnung des Bündnis Energiewende für Mensch und Natur hat an dieser Demo teilgenommen.


05.06.2019 Die unerträglichen Widersprüche der Ökologie 

Nach den Menschenrechten und den Tierrechten wird nun die Natur unter besonderen Schutz gestellt. Ist Klimaschutz wirklich die zentrale Frage unserer Zeit? Wie jede Ideologie richten auch grüne "Lösungen" wiederum viel Schaden an.
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05.06.2019 Klimaschutzziele in Gefahr!

Ohne Atomenergie seien die Klimaschutzziele in Gefahr, meint die Internationale Energieagentur. Es drohe ein zusätzlicher Ausstoß von vier Milliarden Tonnen CO2 – mehr als das Vierfache des deutschen Ausstoßes im Jahr.
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06.05.2019 Offener Brief und Fragen an die Politik

In einer demokratischen Gesellschaft ist die Meinungsvielfalt und freier Zugang zu Informationen existenziell. Nachstehend daher ein Beitrag der sich gegen den derzeitigen Mainstream zur Energiewende stellt.
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06.05.2019 Das Ende der Energiewende


Im folgenden Beitrag finden sie eine lesenswerte Betrachtung der Energiewende von Dr. Björn Peters und einen neuen Lösungsansatz.

In Berlin glaubt kein Fachpolitiker mehr an den Erfolg der Energiewende. Wen man auch immer befragt, jeder sagt dies nur hinter vorgehaltener Hand und meint, würde er damit an die Presse gehen, könne er gegen den ‚grünen‘ Medien-Mainstream nur verlieren.

Eine sichere und kostengünstige Energieversorgung ist aber ein Friedensprojekt, humanistisch geboten und eine ökologische Notwendigkeit. 

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18.04.2019 Gescheiterte Energiewende

Unbezahlbar und wirkungslos dümpelt die große Energiewende vor sich hin. Die Bundesregierung braucht jetzt einen Plan zur Rettung der Energiewende. Derart den Bach hinabgegangen ist kaum ein politisches Hoffnungsprojekt.
Den ganzen Artikel lesen sie auf welt.de

18.04.2019 Ausgediente Windräder

Ganze Windenergieanlagen erleiden immer häufiger Schiffbruch, darunter auch nagelneue. Die Stahltürme knicken bei starken Winden einfach um, Rotoren fliegen in die Gegend und Gondeln brennen spektakulär ab. 
Den ganzen Beitrag lesen sie hier

18.03.2019 Eine Betrachtung bezüglich der Wertvernichtung durch die Energiewende

Die Energiewende hat die einst stolzen Konzerne E.on und RWE zu einem Schatten ihrer selbst werden lassen. Aber nicht nur die Aktionäre zahlen einen hohen Preis, auch die deutsche Wirtschaft.

Einen Gastbeitrag von Gabor Steingart in Focus-online lesen sie hier.

18.03.2019 In Norwegen endet das Versprechen vom guten deutschen Ökostrom

Export von Naturzerstörung von München nach Norwegen. Dort wird für die Energiewende und den Klimaschutz Natur zerstört. Ein Artikel von Daniel Wetzel.

18.03.2019 Grün heißt nun Naturzerstörung

Wie bestehende Gesetze des Natur- und Menschenschutzes zum Ausbau der Windenergie immer mehr ausgehöhlt werden, wird in diesem Artikel deutlich.
Es bleibt nur zu hoffen, dass die künftigen Regelungen im "Themenportal Windenergie" von Baden-Württemberg keine Blaupause für den Rest der Republik werden.
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07.02.2019 Blackout und seine Folgen

Von Frank Hennig

So, 3. Februar 2019

Niemand möchte stromlos leben und dies für längere Zeit. Umfangreich sind die Folgen, sie aufzuführen, erfordert viel Phantasie. Aber immerhin – es spart CO2.

Täglich werden wir mit Begriffen konfrontiert, die im Ergebnis einer als alternativlos gepriesenen Energiewende verwendet werden oder durch sie erst entstanden sind. Wir greifen auch Bezeichnungen auf, die in der allgemeinen Vergrünung in den Alltagsgebrauch überzugehen drohen – in nichtalphabetischer Reihenfolge. 

Blackout

heute geht es um die umfangreichen Folgen eines länger anhaltenden flächendeckenden Stromausfalls. Sie sind vielfältig und können in der Theorie nicht bis ins Detail überblickt und vorhergesagt werden.

Wir müssen nicht ausschließlich die eigene Phantasie bemühen, sondern können auf den Bericht Nummer 141 des Büros für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags von 2010 zugreifen. Auf 264 Seiten werden die relevanten Folgen dargestellt. 

Energiewende

Stromnetz sehr nah am Kollaps

Am einfachsten sind die ersten Sekunden und Minuten nach dem Verlöschen der Beleuchtung vorstellbar. Ereilt dies zum Beispiel Familie X zu Hause bei Dunkelheit, so beschäftigt sie sich zunächst mit der Suche nach der Taschenlampe (die oft nicht am gewöhnlichen Platz liegt) und nach deren Auffinden sie feststellt, dass die Batterien zur Erleuchtung nicht mehr reichen. Wenn also tastend ein Kerzenlicht zustande gebracht wurde, bleibt Zeit zum Überlegen, denn fast alles, was man vorher tat, ist ohne Strom nicht möglich. Sind Kinder im Haus, finden die das zu Beginn noch abenteuerlich und freuen sich. Das hält nicht lange an. Das Netz ist weg und der Akku vom Smartphone teilt über ein Balkensymbol mit, dass er bald geladen werden möchte.

Was tun als nächstes? Es gibt noch einen Arzttermin, aber der hat sicher auch keinen Strom, denn der Blick aus dem Fenster zeigt, dass die Stadt bis zum Horizont dunkel ist. Anrufen und einen neuen Termin machen? Ach so, geht nicht. Hinfahren und das persönlich absprechen? Wäre möglich, aber das Tor der Tiefgarage geht natürlich nicht auf. Ist es die eigene Einzelgarage, findet sich vielleicht die Möglichkeit, die Mechanik manuell zu betätigen, in einer großen Tiefgarage wird das schwierig.

Also keine Aktivität in diese Richtung. Das Abendessen naht. Also heute keinen heißen Tee, nehmen wir Wasser. Aus der Leitung plätschert nur noch der spärliche Rest. Töchterchen kommt von der Toilette und vermeldet, dass der Spülkasten nicht mehr voll läuft.

Gut, also Wasser aus Flasche, Brot ist da und Belag auch. Indianerabendbrot bei Kerzenlicht. Alle sind halbwegs gesättigt, was nun? Keine Infos aus Radio und TV, auch im Batterieradio rauscht es nur. Telefon tot. Gut, dann ab ins Bett, das geht auch mal ungewaschen. Aber der Toilettengang müsste . . .

Da ist die Landbevölkerung im Vorteil, der nächste Baum oder der nächste Busch ist nicht weit und Publikum selten vorhanden. Im Zehngeschosser ist das schwieriger. Die eigene Schüssel sollte schon sauber bleiben, also anziehen und den nächsten Stadtpark gesucht.

Wenn es länger dunkel bleibt

Am nächsten Morgen Aufwachen zur selben Zeit wie immer, der Wecker ist schwarz, das Smartphone zeigt noch die Uhrzeit, viel mehr schafft es nicht. Es ist sehr frisch in der Wohnung.

Kurz vorm Blackout

Deutschland (fast) ohne Strom

Was nun? Wie zum Job mit blockiertem Garagentor? Zunächst ein karges, kaltes Frühstück, in der Firma anrufen ist nicht möglich. Also zu Fuß hin oder vielleicht fährt noch ein Bus? Aber was soll man in der Werkstatt, in der Halle oder im Büro ohne Strom? Die Kinder bleiben jedenfalls zu Hause, was sollen sie in der Schule? Wenn keine Schule, dann auch kein Klimastreik. Zum Glück ist kein Kleinkind mehr in der Familie, kein Bedarf an erwärmtem Brei oder Milch. Mal beim Nachbarn klingeln, ob der was weiß. Ach so, klingeln geht nicht, „klopf klopf“. Und der weiß auch nichts, fragt aber schon mal, ob man noch etwas Brot drüber hat.

Mittags wird die Stimmung immer trister. Die Wohnung ist jetzt richtig ausgekühlt, auch die zusätzlichen Kerzen helfen nicht wirklich. Stickoxide sind kein Thema. Die Kinder sind zunehmend unausstehlich, weil gelangweilt und unterfordert. Zu Fuß in die Stadt und im Bürgerbüro fragen. Nur im Flur steht jemand, keine Info.

Schwieriger ist es für diejenigen, die am Vortag unterwegs vom Stromausfall überrascht wurden. Die Dunkelheit in der Fußgängerzone war das geringste Problem, auch die stehengebliebene Rolltreppe. Eher dramatisch die Situation in den zahlreichen Aufzügen, die gleichzeitig steckenblieben. Einige dicht voll mit Menschen. Zunehmend schlechtere Luft, einige können ihre Platzangst schwer beherrschen. Das Witze machen hört schnell auf, nach einiger Zeit wird klar, dass Mann oder Frau die Notdurft nicht unbegrenzt hinauszögern kann. Die Luft wird noch schlechter. Die Feuerwehr tut ihr bestes zur Personenbefreiung, aber es gibt viele Aufzüge in Behörden, Einkaufstempeln, Hotels und Firmen.

Der Ampelausfall führte zum Verkehrskollaps, auf einige Kreuzungen verkeilen sich Autos nach Blechschäden. Der Ruf nach der Polizei kann nicht abgesetzt werden.
Die liegen gebliebenen Züge und S-Bahnen müssen auf freier Strecke evakuiert werden, dann sind es eventuell noch mehrere Kilometer bis zur nächsten Siedlung. Kein Problem für Studenten, schwierig für Mütter mit Kindern und Rollstuhlfahrer auf dem Bahndamm. Das THW hilft, sie können aber nicht überall sein. 
An den Flughäfen stauen sich die Reisenden. Im Notlicht haben Spitzbuben günstigen Zugriff.In den medizinischen Einrichtungen eskaliert die Situation schnell. In den OP`s und auf den Intensivstationen liegt die Spannung an, die die Notstromaggregate bereitstellen, auch an den Steckdosen der so genannten „sicheren Schiene“. Die Dialysepatienten müssen bald abgeklemmt werden. Das erste und dringendste Problem im Licht der Notbeleuchtung ist die fehlende Wasserver- und Entsorgung und damit ein zügig wachsendes hygienisches Desaster. An Behandlungen ist nicht mehr zu denken, die Patienten müssen über die Zeit gebracht werden. Der Caterer stellt im Halbdunkel auf Kaltverpflegung um.

Feuerwehr und Polizei können über ihren Digitalfunk kommunizieren, die Wachen sind mit Notstromaggregaten ausgerüstet und es gibt auch Kraftstoffreserven für diese und für die Fahrzeuge. Über das öffentliche Telefonnetz sind sie natürlich auch nicht mehr erreichbar. In den Gefängnissen läuft das Notregime. Alle Insassen müssen in die Zellen, weil Alarmanlagen und Beleuchtung stark eingeschränkt sind.

Alle sind betroffen

In den Supermärkten und Geschäften wird der Betrieb eingestellt. Auch wenn die Einkaufswagen gerade voll sind, abkassieren lässt sich nichts mehr. Die Kunden müssen schnell raus, dann wird abgeschlossen. Nur auf dem Marktplatz stehen noch ein paar Bauern aus dem Umland und verkaufen gegen Bares ihr Obst und Gemüse.

Die Börse stellt ihren Betrieb ein, jeglicher Geld- und Zahlungsverkehr kommt zum Erliegen, die Geldautomaten streiken. Die Realwirtschaft kommt zum Erliegen. Fließ- und Förderbänder stehen, Maschinen aller Art desgleichen, in den Schmelzöfen der metallurgischen und glasproduzierenden Industrie erkalten die glühenden Massen, wenn auch langsam. Nach mehreren Stunden kann dies zu irreparablen Schäden an den Öfen führen. 

Verkohlungskommission

Wie die Kohlekommission Arbeitsplätze vernichtet

Zwar ist der Acker geduldig, aber auch für die Landwirtschaft gibt es erhebliche Auswirkungen. Viele Küken sterben unter erloschenen Infrarotlampen, automatische Futtersysteme müssen durch Handarbeit ersetzt werden. Milchkühe erleiden schon nach einem halben Tag höllische Qualen wegen des ausfallenden Melkbetriebs. Selbst wenn noch ein paar Leute von Hand melken können, sind tausende von Tieren schon nach zwei Tagen nicht mehr zu retten. Für die anderen Tiere bereiten Wassermangel, ausgefallene Lüftungen und, soweit es Weidetiere sind, ausgefallenen Elektrozäune gegen die Wölfe akute Gefahr.

In den Redaktionsstuben herrscht große Ratlosigkeit. Niemand kann recherchieren oder telefonieren, Beiträge können nicht bearbeitet werden. Die Chefredakteure schicken ihre Leute raus, um mit Zettel, Stift und Fotoapparat die Wirklichkeit einzufangen. Der Akku vom Laptop muss geschont werden. In Funk und Fernsehen ist die Ratlosigkeit größer, es starten Überlegungen, was man nach Neustart des Systems zuerst sendet.

In den Parteibüros sprießen die Spekulationen zu den Ursachen des Stromausfalls und es gibt erste Schuldzuweisungen an andere Parteien. Man schwankt zwischen vollständig verstopften Leitungen und russischen Hackern, wobei man maßhalten will, falls sich ein Schüler aus dem hessischen Bergland als verantwortlich herausstellt. Die entsprechende PR dazu wird im Kerzenlicht entwickelt.

Der Krisenstab der Bundesregierung tritt zusammen.

So gehen viele Stunden dahin, die zu Tagen werden. Kehren wir am Tag 4 zur Familie X zurück. Die Stimmung in der nun vollends erkalteten Wohnung ist schlecht, die Haut fängt an zu jucken. Vater war im Garten und holte den Campingkocher, doch inzwischen ist das Gas alle, ebenso alles Essbare im Haushalt. Ein Besuch bei Bekannten auf dem Land erbrachte auch nichts. Die hatten sicher noch Selbstkonserviertes im Keller, aber auch die Erinnerung an den Spruch der Städter „Wir haben die Agrarindustrie satt“ und an endlose Diskussionen über Glyphosat.

Dafür ist der Tank vom Auto nun fast leer.

Der Weg zum Supermarkt mit dem festen Willen, ihn zu plündern, führte zu der ernüchternden Feststellung, dass andere schneller waren. Alles Verzehrbare ist weg, aus den Kühltruhen stinkt es infernalisch und die Waschmittel braucht niemand. Die Prügeleien unter den Plünderern sind vorbei, es gibt nichts mehr, worum man sich streiten kann.

Auf dem Weg zur Anarchie

Unterwegs an den Kreuzungen hin und wieder Bundespolizei oder Feldjäger. Streife fahren sie nicht mehr, Benzin und Diesel fehlen. Teils gehen sie Fußstreife, um Plünderungen und Überfälle zu verhindern. Plakate verkünden, dass die Regierung den Notstand ausgerufen hat. Gerüchte machen die Runde. Morgen soll ein LKW mit Lebensmitteln aus der Staatsreserve kommen, keiner weiß, wohin und wann.

Eine Familie in der Vorstadt war so unvorsichtig, ihr Notstromaggregat laufen zu lassen und die Fenster nicht richtig zu verdunkeln. Fremde bemerkten das und brachen ein unter der Vermutung, wo Licht sei, gibt es noch was zu holen. Am Ende fehlten der Familie nicht nur alle verbliebenen Lebensmittel, sondern auch viele Wertgegenstände.

Es gibt auch viel Solidarität. Nachbarn und Hausgemeinschaften rücken zusammen und organisieren sich, so gut es geht. Kindern, Alten und Kranken wird geholfen, wo es nur geht. Die ganz alten können Tipps geben, wie sie sich damals nach dem Krieg behalfen.

Noch später ist der Strom wieder da. So plötzlich, wie er ging. Anfangs misstrauisch, dann mit zunehmender Hoffnung, setzt sich der Alltag wieder in Gang.

Abwasserkanäle müssen freigespült werden, die Wartezimmer der Ärzte sind brechend voll. Die Erregungsmaschinerie von Medien und Politik läuft hoch.

Karneval vorverlegt?

Kohlekommission: Deutschland steigt aus der Vernunft aus

Dies war nur ein Ausschnitt an Ereignissen, die im Fall des Falles unweigerlich auftreten und die Aufzählung ist bei weitem nicht abschließend. Je kälter und dunkler die Jahreszeit, umso schwerwiegender die Folgen. Dennoch ist ein flächendeckender Blackout über mehrere Tage als unwahrscheinlich zu bezeichnen.

Ich wende mich deutlich gegen alle Stimmen, die meinen, dass nur ein solches folgenreiches Ereignis die energiepolitische Geisterfahrt unserer Regierung, die bereits 2022 einen Mangel an Erzeugungskapazität zur Folge haben wird, ändern könne. Jeder der meint, man „brauche“ ein solches Ereignis, muss sich im Klaren darüber sein, dass es Menschenleben fordern würde. Der eingeschlagene Kurs der „Energiewende“ verringert konsequent die Versorgungssicherheit.

Die Wirtschafts- und Umweltschäden würden erheblich sein in unserer hochtechnisierten und anfälligen Gesellschaft. Die Fähigkeiten der Menschen, unter ganz einfachen Bedingungen klar zu kommen, ist über Jahrzehnte stets sicherer Energieversorgung deutlich abhanden gekommen. Natürlich kann man auch bei Dunkelheit hüpfen für den Klimaschutz, aber wer kann bei dringendem Bedarf ein Huhn aus Nachbars Garten holen, schlachten und essfertig zubereiten, und das ohne Strom?

Umfangreiche materielle Schäden, die auch Wochen und Monate nach dem Ereignis noch sichtbar sind, werden die Folge sein. Prozesswellen, vor allem mit den Versorgungsunternehmen auf der Anklagebank, werden ungeachtet der eigentlichen Ausfallursache die Gerichte über Jahre beschäftigen. Auf der politischen Ebene werden vor allem Blinde über die Farbe reden und abstruse Fragen und Forderungen stellen. Warum war der im Netz gespeicherte Strom weg? Warum hat nicht jede Stadt eine Batterie? Warum konnte der Strom aus den Solarclouds nicht zurück geholt werden? Und jetzt müssten dringend neue Gesetze her, um in Zukunft . . . und so weiter.

Berechtigte Sorge?

Zum Glück ist ein so lange andauernder und flächendeckender Blackout sehr unwahrscheinlich. Vermutlich würden nur Teilnetze betroffen sein, vorausgesetzt, aufmerksame Netzingenieure haben rechtzeitig den Mut, benachbarte instabile Versorgungszonen abzuschalten. Dann ist auch der Netzwiederaufbau einfacher, weil man sich an ein bestehendes Netz schrittweise anschalten kann. Das Risiko wächst, wenn weiterhin volatile regenerative Einspeiser schneller an das Netz gehen, als dieses ausgebaut wird.

Im August 2016 stellte der damalige Innenminister De Maizere ein Zivilschutzkonzept vor, dass vor allem auch die Folgen eines länger andauernden Stromausfalls berücksichtigen sollte. Vermehrt gibt es in den Medien Hinweise auf mögliche Stromausfälle. Berichte über „Prepper“ nehmen zu. Das sind Menschen, die ein durchdachtes Regime an lebenswichtigen Vorräten im Haushalt betreiben.

Für einige dürfte die Zeit eines Stromausfalles leichter zu ertragen sein in dem Wissen, dass für diese Stunden, vielleicht sogar Tage, eine enorme Emissionsminderung an CO2 eintritt. Stillstand für die Weltrettung. Später kommt die Einsicht, dass Versorgungssicherheit ein ernstes Thema sein kann.

Wer das Thema unterhaltsam, wenn auch bedrückend, vertiefen möchte, dem sei dieses Buch von Marc Elsberg empfohlen.

 

07.02.2019 Ausstieg aus der Kohle

Der gerade vorgestellte Plan der Kohlekommission zum Kohleausstieg findet ein geteiltes Echo.
Netzbetreiber erheben große Zweifel, ob die Versorgungssicherheit danach noch gewährleistet werden kann. 

2018 waren mehrfach massive Eingriffe ins Netz von Nöten, um einen Zusammenbruch der Stromversorgung (Blackout) zu verhindern.
In diesen Fällen werden große Stromverbraucher, wie Aluminium- und Stahlwerke abgeschaltet. Deren Produktionsausfälle müssen dann vergütet werden.
Absurd die Idee, die stillgelegten Kraftwerke dann abzubauen und in Afrika oder Asien wieder in Betrieb zu nehmen.
Wie dem Weltklima mit dieser Maßnahme geholfen werden kann, bleibt sicher ein ungelöstes Rätsel.

Nachstehend eine weitere kritische Betrachtung des Wirtschaftsjournalisten Daniel Wetzel in der "Welt" vom 23.1.2019
Artikel (PDF)

17.01.2019 Auswirkungen schwankender Stromerzeugung durch Sonne und Wind

Vorstufe zum Blackout?
Ein  Artikel der FAZ vom 13.01.2019

Der Tag, an dem der Strom knapp wurde

Immer wieder kommt es zu brenzligen Situationen, wenn Solar- und Windkraftanlagen zu wenig Strom liefern. Dann müssen Industrieanlagen abgeschaltet werden. Die Netzschwankungen könnten aber noch schlimmer werden. Von Andreas Mihm
Bekommen kurzfristig den Strom abgeschaltet: Aluminium-Produzenten in Deutschland
BERLIN, 11. Januar. Freitag der 14., ist ein ruhiger, etwas diesiger Dezembertag. Mittags kommt in Berlin die Sonne durch, in Kiel schwänzen Schüler den Unterricht und nennen das „Streiken für den Klimaschutz“. Die Aufregung um die Bahnstreiks am Wochenanfang hat sich gelegt, die Adventsmärkte erwarten den Besucheransturm zum dritten Advent.
In einer Handvoll großer Industriebetriebe ist dagegen von vorweihnachtlicher Fröhlichkeit keine Spur. Der Stresspegel ist beachtlich gestiegen, seitdem die Netzbetreiber kurzfristig angekündigt haben, den Strom abzuschalten. Denn in Deutschland gibt es an diesem Mittag zu wenig Elektrizität. Später wird bei Netzbetreibern von einem „Prognosefehler bei den erneuerbaren Energien aufgrund einer seinerzeit komplexen Wetterlage“ die Rede sein. Die Sonne scheint nicht so intensiv, wie noch am Vortag geplant und erwartet war.
Kurz nach 12.00 Uhr jedenfalls ist die „Minutenreserve“ der Pumpspeicherkraftwerke verbraucht, aus dem Ausland lässt sich auch nicht mehr Strom ziehen. Jetzt werden Großverbraucher wie Aluminiumhütten, Walzwerke und Gießereien abgeschaltet. Und zwar deutschlandweit – alle, die verfügbar sind. „In der Summe haben Aluminium und andere Industrieunternehmen 1025 Megawatt Leistung auf Anforderung der Netzbetreiber aus der Produktion genommen“, heißt es später bei Hydro Aluminium in Neuss. So bleibt das Netz doch noch stabil, in den Haushalten und Büros merkt niemand etwas. Nach knapp drei Stunden, gegen 15.00 Uhr, kehrt wieder Ruhe ein. Daten der Bundesnetzagentur zeigen, dass die inländische Erzeugung die Nachfrage wieder übersteigt.
Es kommt immer wieder vor, dass mehr Strom verbraucht als erzeugt wird. Zuletzt an Silvester. Laut Bundesnetzagentur wurden am 31. Dezember mittags 52 000 Megawatt Strom abgerufen, aber nur 46 000 Megawatt erzeugt. Dass dennoch nirgendwo das Licht flackerte oder die Pumpe der Heizung ausfiel, lag an Stromlieferungen aus dem Ausland. Der fehlende Strom, 10 Prozent der Nachfrage, wurde importiert.
Doch das Ausland kann nicht immer die Lücke ausgleichen. Zunehmend schalten daher die vier Netzbetreiber Produktionsanlagen ab, um das Netz im Gleichgewicht zu halten. „Bisher sind dieses Jahr 78 Abschaltungen alleine der Aluminiumhütten erfolgt“, heißt es in einem Brandbrief, den der Neusser Hersteller Hydro Aluminium kurz vor Weihnachten an den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, schickte. Das sei ein neuer Rekord.
Anbieter „abschaltbarer Lasten“ werden dafür bezahlt, wenn Netzbetreiber mit einer Vorankündigung von 15 Minuten den Saft abdrehen. Weil es um sehr große Strommengen geht, betrifft das nur die sehr stromintensive Industrie, die direkt am Höchstspannungsnetz hängt.
Mitte Dezember war es wieder so weit. „Die deutsche Regelzone war am 14. Dezember in der Spitze um rund 2500 Megawatt unterdeckt, die Gründe dafür untersuchen wir zurzeit“, sagt der Sprecher der Bundesnetzagentur. Rechnerisch fehlte die Kapazität von zwei großen Kernkraftwerken. Der Netzbetreiber Amprion, der für den Westen der Republik zuständig ist, erklärte, die Erzeugung von Photovoltaikstrom sei an dem Tag „deutlich von der Prognose abgewichen“.
Das zeigt das Dilemma. Netzbetreiber müssen die Nachfrage für den nächsten Tag prognostizieren. Dafür schätzen sie ab, wie viel Wind- und Sonnenstrom anfällt. Der hat im Netz Vorfahrt vor Elektrizität aus Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerken. Kommt es zu Prognosefehlern, müssen abschaltbare Lasten ran, wie an jenem Freitag im Dezember. Die Fehler können groß ausfallen, wie die Netzbetreiber gelernt haben. Bei Hochnebel kann die Abweichung zwischen am Vortag geschätzter und realisierter Sonnenstromgewinnung 8000 Megawatt betragen. Das sind 10 Prozent vom Verbrauch.
Die Umschreibung „Krise“ für den Mittag Mitte Dezember weisen Netzagentur und Netzbetreiber zurück. „Die Bilanzkreisabweichung war zwar insgesamt recht groß, durch Zusatzmaßnahmen wie Börsenkäufe konnte die Situation aber ohne Probleme beherrscht werden“, heißt es beim Netzbetreiber 50Hertz.
Die Industrie aber irritieren solche Einzelfälle, erst recht deren Häufung. Schon vier Tage später, am 18. Dezember, kam es zu einem Blackout in der Hamburger Alu-Hütte von Trimet samt dem benachbarten Walzwerk. „Die Produktion fiel schlagartig und ungeplant vollständig aus“, heißt es in dem Brief an Homann. Nur mit Notstromdiesel habe die Notbeleuchtung aufrechterhalten werden können. „Dies verursachte beträchtlichen Produktionsausfall und Sachschaden.“ An diesem Donnerstag war die Alu-Hütte schon wieder von einem Ausfall betroffen.
Hydro-Geschäftsführer Volker Backs führt solche Klagen nicht allein. In einer Umfage der stromintensiven Glasindustrie berichteten vier von 15 Unternehmen von mehr als zehn Produktionsbeeinträchtigungen im vergangenen Jahr nach Unterbrechungen oder Frequenzschwankungen im Netz. Die wirtschaftlichen Schäden gingen in die Hunderttausende.
Auch die Wieland-Werke in Ulm, ein weltweit führender Spezialist für Kupfer und Kupferlegierungen, stellten „zuletzt häufiger als früher Störungen im Stromnetz fest“. Dabei sei eine sichere Energieversorgung für die Kupferschmelzen überaus wichtig, sagt Technik-Vorstand Ulrich Altstetter. Zuweilen seien „ganze Werksteile bis zu einen halben Tag lahmgelegt“, moniert der Vorsitzende des Energieausschusses beim Bundesverband der Deutschen Industrie. Altstetter fragt sich, was werden soll, wenn 2022 die letzten Kernkraftwerke im Süden vom Netz gehen, die bislang die Grundlast der Stromversorgung garantieren.
Zum Ärger komme der finanzielle Verlust: „Wir bleiben auf dem Schaden sitzen.“ Denn anders als bei den angekündigten „Lastabwürfen“ sind die von den Netzbetreibern zu zahlenden Entschädigungen bei ungeplanten Abschaltungen auf 5000 Euro gedeckelt. Das reiche nicht, weshalb der BDI als Sofortmaßnahme eine Gesetzesänderung verlangt.
Die Frage nach der Entschädigung, sagt Arndt Kirchhoff, der Chef des Autozulieferers Kirchhoff und Präsident der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen, stelle sich zuletzt. In seinen Betrieben wie in Iserlohn seien Hunderte Maschinen vernetzt. Schon leichte Stromschwankungen, erst recht Lieferausfälle, führten zu Systemabschaltungen. „Bis alles wieder funktioniert, können wir bei uns fast eine komplette Schicht nach Hause schicken“, sagt Kirchhoff. „Passiert dies mehrmals im Jahr, ist das nicht mehr aufzuholen.“ Er sei „darauf angewiesen, dass meine Produktion läuft.“
Die Netzbetreiber beobachten die Frequenzschwankungen im Netz. Dazu komme es öfter dann, wenn große Kraftwerke zur gleichen Zeiten an- oder abgeschaltet würden, etwa um 06.00 Uhr morgens oder auch 22.00 Uhr abends. Dann nämlich gehen manche Windparks vom Netz, um die Nachtruhe der Anwohner nicht zu stören. „Wir verfolgen diese Entwicklungen sehr genau, kritische Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit sehen wir zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht“, heißt es bei 50Hertz.
Oliver Hommel, Leiter des weltweit größten Aluminiumwalzwerks Alunorf bei Neuss, warnt, schon Schwankungen der Netzfrequenz im Millisekundenbereich führten zu Schäden an den hochempfindlichen Geräten. Bei Stromausfällen von mehr als zwei Stunden könnten Anlagen „unwiederbringlich“ verloren gehen. „Deshalb beobachten wir den stetigen Anstieg an Stresssituationen im Netz mit großer Sorge.“
Die Beratungen über den Kohleausstieg lassen den Stresspegel bei den Managern deshalb weiter steigen. Hydro-Chef Backs schreibt an den Chef der Netzagentur, Homann: „Die Entscheidung zum Ausstieg aus der Kernenergie in Verbindung mit Überlegungen, die Braunkohleverstromung schon in Kürze erheblich zu senken, erscheint riskant." 


17.01.2019 Satirische Betrachtung der Energiewende


Einfaches und originelles Stromsparmodell

Danke, Angela! Und Annalena! Und E.ON!

Robert von Loewenstern 

Seitdem ich letztens in Berlin-Marzahn an einem Großflächenplakat vorbeigefahren bin, denke ich viel über Angela Merkel und Annalena Baerbock nach. Beide sind Frauen, beide stehen an der Spitze einer linken Volkspartei, beide sind Expertinnen für Energie. Und beide haben die Gabe, ihre Zuhörer in Raserei zu reden. Aber es gibt auch Unterschiede. Die wollen wir am Beispiel Energiepolitik herausarbeiten, um zu verstehen, warum Angela Merkel seit 13 Jahren Kanzlerin ist und Annalena Baerbock nicht. Noch nicht.

Wenden wir uns zunächst der Annalena zu. Sie hat einen Bachelor in Politikwissenschaft und öffentlichem Recht, obendrauf einen Master in Public International Law von der London School of Economics. Das ist nicht der Oberhammer, objektiv gesehen, aber ganz bestimmt nicht wenig in einer Partei, deren Führungskräfte gerne durch Absenz jeglichen Abschlusses auffallen. Die Annalena ist also nicht umsonst Grünen-Vorsitzende, zusammen mit Robert Habeck, der ebenfalls einen akademischen Titel hat. Der Robert ist sogar ein Doktor, nur leider ein nutzloser. Als Philosoph hat er naturgemäß zehn linke Daumen. So wurde die Annalena quasi automatisch zur obersten Klimaexpertin ihrer Partei.

Als solche hat sie sich im Januar 2018 wegweisend zum größten und alles entscheidenden Problem neuer deutscher Energiepolitik geäußert. Wir reden von der Stromspeicherung. Dazu muss man wissen, dass nur böse Energie (alles, was irgendwie brennt, zum Beispiel Kohle und Uran) zuverlässig ist. Gute Energie (alles, was nicht oder woanders brennt, zum Beispiel Wind oder Sonne) kommt, wann sie will. Dummerweise überwiegend dann, wenn man sie nicht braucht. Wenn mittags die Sonne scheint, kann man damit nicht so einfach abends das „heute journal“ schauen. Schon gar nicht, wenn mittags im Juli liegt und abends im November.

Stinkende Warmbiertrinker

Deshalb muss man den Strom, der aus Wind und Sonne entsteht, irgendwo zwischenlagern. Zum Beispiel in Akkus oder umgewandelt in Pumpspeichern oder in Wasserstoff oder ähnlich nervigen Sachen. Von diesen Speichern gibt’s aber nicht so viele, dass alle abends „heute journal“ schauen könnten. Da sind wir beim ersten Problem: Wenn nicht mehr so viele Leute „heute journal“ schauen, dann empfangen nicht mehr so viele Leute Werbung für die Grünen. Der Plan, die größte deutsche Volkspartei zu werden, wäre also ernsthaft in Gefahr. Das zweite Problem: Auch Leute, die bei Claus Kleber sofort umschalten, wären betroffen, weil überhaupt nicht mehr viel ginge. Nicht mal mehr Licht, wenn’s dumm läuft.

Die neue Bundesrepublik Dunkeldeutschland müsste sich nach Umstellung auf gute Energie ohne ausreichende Stromspeicher allabendlich entscheiden zwischen kaltem Bier ohne Netflix oder warmem Bier mit Netflix. Und monatlich zwischen einmal Waschmaschine oder 600 Whatsapps plus 50 Youtube-Videos im Paketangebot. Die Deutschen würden zwangsläufig zu einem Volk stinkender Warmbiertrinker. 

Das wäre den Grünen aufgrund ihrer Tradition zwar grundsätzlich egal beziehungsweise recht, aber die Übergangsphase bis zur Gewöhnung an die neuen olfaktorischen Verhältnisse könnte sich als schwer vermittelbar erweisen und der Partei schaden. Womit wir wieder bei Problem eins wären, der Gefährdung des Ziels, größte deutsche Volkspartei zu werden.

Folgerichtig hat sich die Annalena kurz vor ihrer Berufung an die Parteispitze im Januar um die entscheidende Hürde neuer deutscher Energiepolitik gekümmert, wie gesagt. Ihre Lösung des Speicherproblems war, dass es keins gibt. Denn erstens, meinte die Annalena, könne man Strom ja „im Netz“ speichern. Und zweitens sei alles ausgerechnet. Bei erstens haben alle herzhaft gelacht, die ein bisschen was über Strom wissen (also keine Grünen). Bei zweitens hat einer widersprochen, der rechnen kann (also kein Grüner), nämlich der Herr Professor Hans-Werner Sinn

Strom ist wie Gott und Globuli

Um zu verstehen, wie die energetische Vordenkerin Annalena darauf kommt, dass man das Stromnetz als Zwischenspeicher für Stromspitzen nutzen kann, muss man tief in grüne Gedankenwelt eintauchen. Ja, kein einfaches Experiment. Versuchen wir es trotzdem. Wahrscheinlich denkt sich die Annalena das so: Kein Mensch auf dieser Erde weiß, wie Strom funktioniert. Aber jeder weiß, dass es ihn gibt und dass er wirkt. Zumindest jeder, den es schon einmal beim Anschließen der Esstischleuchte von der Leiter gehauen hat, darunter eine Menge Grüne. Mit Strom ist es ja ähnlich wie mit Gott oder Globuli. Die existieren und wirken auch, sonst würde sich wohl kaum jemand wegen Allah in die Luft sprengen oder wegen Globuli in die Apotheke rennen.

Fest steht also, Strom gibt es, und er funktioniert. Wie, ist nicht so wichtig. Wichtiger ist, woher er kommt. Nämlich aus der Wand, so wie Wasser, Gas, Fernsehen und Telefon (früher, bevor es iPhones gab). In der Wand ist ein Haufen Leitungen, die unterirdisch heimlich miteinander verbunden sind, jedenfalls die von einer Sorte. Diese Verbindungen nennt man Netze. 

Mancher Grüne mag sich an dieser Stelle fragen: Warum packt man nicht alles zusammen in eine Leitung, wäre doch praktischer? Guter Gedanke. Aber hier kommt die Chemie ins Spiel. Strom, Wasser, Gas und Fernsehen sind unterschiedliche Elemente, und nicht alle Elemente vertragen sich miteinander. Strom und Wasser zum Beispiel eher nicht. In anderen Fällen kann es auch sehr gut harmonieren. Wenn etwa Wasser und Gas gleichzeitig aus einer Leitung kommen, nennt man das Fracking. Aber das ist ein anderes Thema.

Strom in Braun, Blau und Grüngelb

Fassen wir grünes Basiswissen Energie zusammen: Leitungen, die untereinander verbunden sind, nennt man Netze. Um die chemischen Elemente Strom, Wasser, Gas und Fernsehen voneinander getrennt zu halten, installiert man unterschiedliche Netze. Sie heißen Stromnetz, Wassernetz, Gasnetz und Unity Media. Diese Netze enthalten gewaltige Mengen des jeweiligen Elements. Das kennt man von Wasser und Gas, also kann es bei Strom und Fernsehen kaum anders sein. Bis hierhin denkt die Annalena absolut logisch.

Nun weist das Stromnetz eine Besonderheit auf, die nur wenigen Menschen bekannt ist (überwiegend den Installateuren von Esstischleuchten). Die Besonderheit ist, dass es drei Arten von Strom gibt: braunen, blauen und grüngelben 

Diese drei Stromarten werden sauber voneinander getrennt in passend eingefärbten Kabeln ins Haus geleitet. Braun steht für Kohlestrom, Blau für Atomstrom, Grüngelb für Ökostrom. Das ist evident, wie Wissenschaftsaffine sagen. Skeptiker können bei ihrem Versorger nachfragen. Der bietet nämlich einen genau auf die persönlichen Wünsche zugeschnittenen Strommix an. Und das – kurz überlegen! – wäre gar nicht möglich, wenn der Versorger nicht präzise über die drei Leitungen steuern könnte, was er dem Kunden da ins Haus liefert.

Mit weniger Strom läuft der Fernseher langsamer

Hier sind wir beim Punkt. Wer jemals das grüngelbe Kabel angefasst hat, weiß, dass einen das eher selten von der Leiter haut. Also ist dort keiner oder nur ganz wenig Strom drin. Sage und schreibe ein Drittel des riesigen deutschen Stromnetzes ist somit praktisch ungenutzt und wartet nur darauf, mit strunzgesunder Energie aus den Kräften von Wind und Sonne gefüllt zu werden. Dieses Potenzial hat Annalena Baerbock erkannt. 

Was die Annalena allerdings nicht bedacht hat: Wenn man das Netz als Zwischenspeicher nutzt, um Stromspitzen abzulagern, dann enthält es grünlogisch analog zum Wassernetz mal mehr, mal weniger Strom. Und das ist spannend, mal mehr, mal weniger. Wenn das Netz gerade sehr voll mit Strom ist, steigt die Spannung. Nicht nur im Netz, sondern auch beim Nutzer, der sich den ganzen Tag fragt, ob seine Heimstatt abends noch steht oder ob die Feuerwehr gerade die Reste zusammenkehrt. 

Umgekehrt sinkt die Spannung, wenn sich wenig Strom im Netz befindet. Auch hier gibt es unerfreuliche Nebeneffekte. Der Strom tröpfelt vor sich hin, der Fernseher läuft langsamer. Mag nicht jeder, wenn das „heute journal“ plötzlich 90 statt der gewohnten 30 Minuten dauert.

Fazit: Wegen der Risiken und Nebenwirkungen ist es angeraten, das Stromnetz immer gleich spannend zu halten. Deswegen taugt „das Netz“ auch nach grüner Stromkunde nicht als Zwischenspeicher für Stromspitzen. Die Annalena hatte also einen total interessanten Gedanken, aber keinen brauchbaren. Klassisch grün. Da werden die Schwächen geisteswissenschaftlicher Ausbildung sichtbar. 

Physik ist da, Politik macht man

Angela Merkel andererseits ist gelernte Physikerin und weiß deshalb viel, viel mehr über Strom als Annalena Baerbock. Deshalb würde die Angela nie so einen Stuss reden wie die Annalena. Die Angela weiß auch ganz genau, dass das Speicherproblemchen ein ziemliches Megaproblemchen ist. Deswegen hat sie gar nicht erst behauptet, da wäre keins. Nein, viel eleganter: Die Angela hat das Problem umgetauft, und zwar in „Herausforderung“. So nennt man Probleme, die lösbar sind. Falls die Herausforderung sich irgendwann als unlösbares Problem herausstellt, dann ist es jedenfalls nicht mehr ihres, weil sie längst im Ruhestand ist oder bei der UNO. Beziehungsweise beides.

Außerdem, wer sagt denn, dass nicht doch irgendein Schlaukopf irgendwas erfindet, was die Energiewende zum Funzen bringt? Könnte ja sein. Politik schlägt Physik, weiß jeder, am besten die Angela, sonst hätte sie nicht den persönlichen Spurwechsel vollzogen. Physik ist einfach da, Politik macht man. Dazu gehört, dass man Menschen führt und leitet und sie vor Herausforderungen stellt. 

Zum Beispiel Ingenieure. Die sind, seien wir ehrlich, im Grunde nichts anderes als glorifizierte Installateure. Ohne Auftrag läuft bei denen nichts. Auftrag und Durchsetzungsvermögen. Die Ingenieure und anderen Installateure haben zu Angelas Herausforderung natürlich erst mal rumgemosert, kennt man ja: Geht nicht, zu teuer, zu aufwendig, nicht effizient. Das übliche Yada-yada-yada. Die Angela ließ sich davon nicht beirren und hat gesagt: Mir egal, einfach mal machen. So geht Motivierung. Und Führungsstärke. Ein Grund, warum die Angela Bundeskanzlerin ist und die Annalena noch nicht.

Strom-Cloud – das neue große Ding

Tja, und was soll ich sagen? Die Angela hatte recht. Sie haben richtig gelesen. Energieexperten, Wissenschaftler, Skeptiker und andere Rechtspopulisten sind widerlegt. Das Speicherproblem, das angebliche Riesenhindernis auf dem Weg in eine glückselige Zukunft voller gesunder, sauberer, unendlich vor sich hin stromender Energie, ist gelöst.

Hier sind wir wieder am Anfang, bei der Fahrt nach Marzahn. Ich saß nämlich nicht allein im Auto, sondern zusammen mit der besten kleinen Frau von allen. Die entdeckte beim Blick aus dem Seitenfenster inmitten der Hochhauswüsten eine Plakatwand, die die Revolution verkündete. „Da steht, es gibt Strom aus der Cloud“, sagte sie beiläufig. Ich gebe zu, ich reagierte wie ein normaler mittelalter weißer Mann, also wie ein gefühlter Ingenieur: „Quatsch.“ Sie reagierte wie eine normale mittelalte weiße Frau, also mit emanzipiertem Widerstand: „Hallo? Geht’s noch? Ich hab nur gesagt, es steht da.“ 

Der lauernde Partnerschaftskonflikt beschäftigte mich. Meine Recherche unmittelbar nach Rückkehr vom energiehistorisch wertvollen Ausflug zur Marzahner Bockwindmühle bestätigte die kleine Frau und ließ mich Abbitte leisten. Die Strom-Cloud ist das neue große Ding. Das Prinzip ist schnell erklärt, hier zum Beispiel vom Fachmedium „strom magazin“:

Der Grundgedanke bei der Strom-Cloud ist derselbe wie bei der Online-Cloud, in der man persönliche Fotos, Videos und andere Daten speichern kann. Hat man auf dem eigenen Rechner nicht mehr genug freien Speicherplatz, schiebt man die Daten ins Internet auf Server des Cloudanbieters. Will man später dann darauf zugreifen, lädt man sie einfach wieder herunter. Damit das Ganze nicht zu aufwändig ist, werden die Daten meist automatisch synchronisiert – so bleibt mehr Zeit für die wichtigen Dinge.“

100% Energie – 0% Batterie“

Aha, dachte ich, so weit verstanden. Wenn ich bei mir zuhause zu viel Strom mache, zum Beispiel mit Solaranlage, Bockwindmühle oder Hometrainer, dann brauche ich dafür keinen eigenen Akku, sondern schiebe meinen persönlichen Strom einfach auf einen Speicher beim Versorger meines Vertrauens. Wenn ich dann irgendwann später Strom fürs „heute journal“ brauche, weil es dunkel ist und ich wegen zu viel Warmbier nicht mehr im Arbeitszimmer radeln will, dann lade ich meinen eigenen, hausgemachten Strom wieder herunter. Unfassbar cool. Mal abgesehen davon, dass ich bisher weder Hometrainer noch Windmühle noch Solarpanels besitze.

Ich bekenne, zu diesem Zeitpunkt war ich noch ein bisschen skeptisch. Eine Frage war schließlich unbeantwortet: Die Stromgenies hatten zwar meine Heimstatt vom Speicherproblem befreit. Aber wie genau hatten sie das Speicherproblem bei sich gelöst? Die Antwort fand ich bei E.ON. Die E.ONs bieten nämlich ein fix und fertiges, anwendungsbereites Produkt an, was man daran erkennt, dass es einen Großbuchstaben mitten im Wort hat: SolarCloud. Und so funktioniert die E.ON-Speicherrevolution:

„Genießen Sie jetzt Ihre Sonnenenergie 365 Tage und Nächte – Die E.ON SolarCloud: der einzigartige virtuelle Speicher, mit dem Sie Ihren Solarstrom unbegrenzt ansparen und bei Bedarf wieder abrufen können. An sonnigen Tagen bauen Sie ein Guthaben auf, das Sie in der Nacht, bei Regentagen, in den Wintermonaten oder für Ihr Elektroauto nutzen können. Die perfekte Ergänzung zu Ihrer E.ON Aura Photovoltaikanlage.

E.ON SolarCloud – 100 % Sonnenenergie – 0 % Batterie zu Hause. Entdecken Sie jetzt unseren virtuellen Speicher, der komplett ohne Batterie auskommt. Mit der E.ON SolarCloud sparen Sie sich die kostspielige Investition in eine Speicherbatterie und können 100 % Ihres Solarstroms für sich nutzen.“

Genial: Speichern ohne Speicher

Falls Ihnen das jetzt technisch zu kompliziert war, sei es hier noch einmal erklärt. Das entscheidende Wort ist „virtuell“. Virtuell ist ein modernes Wort für „gibt’s gar nicht“ beziehungsweise „war nur Spaß“. Wenn Ihnen zum Beispiel jemand eine virtuelle Ferienwohnung an der Quanta Costa verkauft, dann ist das aus Sicht des Verkäufers superlustig, auf Ihrer Seite sackdämlich und für die Staatsanwaltschaft Betrug. Bei Strom ist das anders, denn E.ON hat keinen Humor und würde ganz bestimmt niemals betrügen, genauso wenig wie VW oder andere ehrwürdige deutsche Unternehmen.

Sie müssen sich die SolarCloud so vorstellen: Neben Strom, Wasser, Gas und Fernsehen gibt es ein weiteres Element, das aus der Wand kommt, nämlich Geld. Das kommt zwar nicht direkt bei Ihnen in der Wohnung an, aber Sie können es aus der Sparkassen-Wand holen. Der Clou dabei ist: Die Sparkasse lagert Ihre Ersparnisse nicht in einem separaten Körbchen in einem Tresor voller Geldscheine, wie Sie vielleicht meinen. Nein, die Sparkasse schreibt nur auf einem Zettel auf, was Ihnen gehört. Das nennt sich Konto. Und ein Konto ist nichts anderes als ein virtueller Speicher.

Genau so macht es E.ON mit dem Strom. Speichern ohne Speicher – eine absolut geniale Lösung, muss man zugeben. Und wie so oft bei genialen Lösungen fragt man sich, warum nicht schon früher jemand darauf gekommen ist. Warum diese lästigen, teuren Speicher bauen, wenn man den Strom auch einfach auf einen Zettel schreiben kann?

Bald kommt Strom ohne Netz

Der nächste Schritt liegt auf der Hand, auch wenn E.ON dazu noch nichts sagt: Strom ohne Netz – you heard it here first! Die Überwindung des aufwendigen und anfälligen Leitungsnetzes ist die logische Weiterentwicklung und funktioniert jetzt schon bei der Hälfte der Dinge, die früher aus der Wand kamen. Telefon, Fernsehen und Geld lassen sich bereits heute komplett kabellos übers Smartphone nutzen. In Zukunft laden Sie sich per Doppelflat gleichzeitig mit der Netflix-Serie den nötigen Strom zum Anschauen aus der Cloud. 

Persönlich glaube ich ja, dass die E.ON-Genies längst daran arbeiten. Sie wollen den kabellosen Überallstrom bloß noch nicht auf den Markt bringen, weil dann jeder adipöse App-Programmierer Billigstrom aus Norwegen oder China zum Download anbieten könnte. Das würde die Preise extrem drücken, deshalb setzen die E.ONs so lange wie möglich auf Festnetzstrom. Kann man verstehen, wenn man ehrlich ist. 

Wo wir gerade dabei sind, noch eine Prophezeiung: Das übernächste große Ding wird Wasser aus der Cloud – you heard it here first again! In Clouds ist ja schon von Natur aus extrem viel Wasser und ein Haufen Strom gespeichert, wissen alle, die schon einmal bei Gewitter draußen waren. Das einzige Problem – beziehungsweise die einzige Herausforderung – ist, den Download ein bisschen angenehmer zu gestalten, so dass der User weder nass noch durchgegart wird.

Annalena ist nicht dumm wie Stulle

Apropos Herausforderung: Dass die Kanzlerin maßgeblich am stromtechnologischen Durchbruch der E.ON-Entwicklung beteiligt war, indem sie den Ingenieuren und sonstigen Bastlern die erforderlichen Vorgaben machte, haben wir bereits anerkannt. Bleibt noch die Würdigung von Annalena Baerbocks Leistung. Und nein, bitte, kommen Sie mir jetzt nicht mit dem billigen Vorurteil, die Annalena sei dumm wie Stulle beziehungsweise habe keine Ahnung von nichts.

Dazu sei gesagt: Erstens ist Ahnung sowas von 20. Jahrhundert. Natürlich, Leute mit Ahnung haben die Moderne erfunden. Aber wir leben längst in der Postmoderne, da zählen Gefühle, Träume und Visionen mehr als Ahnung. Das sollte inzwischen auch der letzte ewiggestrige Dumpfsack gemerkt haben. Und zweitens, ganz konkret: Glauben Sie ernsthaft, die E.ONs wären auf die Idee mit dem Strom aus der Cloud gekommen, wenn die Annalena nicht im Januar so kreativ vor sich hinfabuliert hätte? Nein, es gibt keine Zufälle, das lernen Sie in jedem besseren Krimi. Ohne Annalenas Thinking out of the box hätten wir heute noch keine E.ON SolarCloud, darauf gebe ich Ihnen Brief und Siegel.

Politik überwindet Physik, Meinung triumphiert über Tatsache, Vision gewinnt gegen Ahnung – das sind die Zeichen der Zeit. Gewöhnen Sie sich daran, in Ihrem ureigenen Interesse. Lead, follow or get out of the way, so sieht’s nun mal aus, das ist die Wahrheit. Zu dieser Wahrheit gehört auch, dass die Visionärin Annalena unbestreitbar Kanzlerinnenformat hat. Mal abgesehen von der Stimme, die als natürliches Spermizid wirkt, was schlecht für die Geburtenrate ist. Aber das lässt sich bestimmt chirurgisch lösen, so wie die Sache mit Christian Lindners Haaren.

Die Sonnenscheingarantie ändert alles

Meine kleine Frau – normalerweise nicht unbedingt als Early Adopter technologischen Fortschritts bekannt – war übrigens sofort Feuer und Flamme für die E.ON SolarCloud. Und zwar in der Variante „Premium“. Produktlogo: Batteriesymbol in Wölkchensymbol mit Diamantsymbol. Diese Besserverdiener-Ausführung kostet „ab 40,99 € pro Monat“ und damit zehn Euro mehr als die Prekariatsversion (Batteriesymbol in Wölkchensymbol).

Es war nicht der Diamant, der die kleine Frau für Premium einnahm. Auch nicht der vom Produktpaket umfasste „monatliche Effizienzcheck Ihrer E.ON Aura Photovoltaikanlage“ oder die „Versicherung Ihrer PV-Anlage gegen Produktionsausfälle“. Es war die „E.ON Sonnenscheingarantie“, die der Liebsten ins Auge sprang und sie seither kaum noch schlafen lässt. 

Mir geht es ähnlich. Ein Unternehmen, das für dauergutes Wetter in Deutschland sorgt, ändert alles. Diesem Unternehmen traue ich alles zu, und ich verzeihe ihm alles, selbst das Minus von 76 Prozent in meinem Wertpapierdepot seit Erwerb der Aktien 2007. Ebenso verzeihe ich der Kanzlerin, die mit ihrer Energiewende das Grab für meine E.ON-Anteile schaufelte. Außerdem vergebe ich Annalena Baerbock allen vergangenen und zukünftigen Bockmist. Angela und Annalena haben mit ihren Visionen die Grundlage für die sonnige Revolution geschaffen. Und E.ON hat geliefert. 

Auch meine Einstellung zur Umweltpolitik hat sich radikal geändert. Bisher war ich überzeugter Verfechter des Klimawandels und habe ihn nach Kräften unterstützt. Das ist nicht mehr nötig, seit E.ON die Herausforderung „besseres Wetter für Deutschland“ quasi nebenbei erledigt hat. Wer das schafft, kann und soll auch die Malediven und Polynesien vor dem Untergang retten.

Danke, Angela! Und Annalena! Und E.ON!

PS: Nach so viel Theorie zum Abschluss ein praktischer Hinweis, speziell für unsere grünen Leser. Solange Sie Ihren Strom noch herkömmlich aus der Wand beziehen, sollten Sie sich vor Legionellen hüten, die bevorzugt am Ende von Leitungen auftreten. Deshalb hier der Tipp: Wenn Sie nach Hause kommen – speziell nach längerer Abwesenheit wie Urlaub –, sollten Sie immer zuerst alten, abgestandenen Strom aus den Leitungen abfließen lassen (zum Beispiel mit Hilfe eines ausrangierten Staubsaugers). Nach etwa 20 bis 40 Minuten, je nach Hausgröße, können Sie dann iPhone, Smartwatch und Laptop bedenkenlos mit frischem, klarem Strom füllen. Ihre Geräte werden es Ihnen danken!

12.11.2018 Infraschall - unerhörter Lärm

Im Fernsehbeitrag werden die enormen Belastungen beschrieben, denen eine Vielzahl von Menschen ausgesetzt sind, denen WEA zu nahe an ihre Häuser gebaut wurden.
Sie klagen häufig über Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Nicht selten als verrückt abgetan, bleibt ihnen meist nichts anderes als die Gegend zu verlassen.
Die Doku des ZDF in planet e.

12.11.2018 Studie zu Auswirkungen von Windkraft auf Ökosysteme

Indien hat eine umfassende Studie zu Windrädern durchgeführt.

Diese wurde nun in einem der weltweit wichtigsten Fachmagazine publiziert.
Im Ergebnis der Studie kann ganz eindeutig aufgezeigt werden, dass die Windenergieanlagen enorm Stress auf Tiere in der Umgebung erzeugen und diese an Vitalität verlieren mit enormen Auswirkungen auf die Verbreitung.
Außerdem, so die Studie, wird die Aktivität von Rauvögeln reduziert, weil auch auf diese Stress ausgeübt wird.
Der Druck der von Windrädern auf die Tiere in einem Ökosystem ausgeübt wird, wird damit verglichen, dass ein neuer übermächtiger Räuber in das Nahrungsnetz eingeführt wird.
Link zur Studie (Englisch)

Der Stern hat diese Studie aufgegriffen und folgenden Beitrag dazu veröffentlicht.

Wenn Windkraftanlagen dramatisch ins Ökosystem eingreifen
Offenbar sind Windkraftanlage tatsächlich wahre Vogel-Killer. Eine Studie aus dem Westghats-Gebirge in Indien zeigt, wie drei Viertel alle Raubvögel von den Rotoren eliminiert wurden. Dadurch geriet dort das gesamte Ökosystem durcheinander.

In jedem Ökosystem gibt es ein Raubtier, welches an der Spitze der Nahrungskette steht und sich von den schwächeren Lebewesen ernährt. In besiedelten Gegenden wurden die großen Raubtiere wie Wölfe oder Bären vom Menschen meist ausgerottet. Was Vögel angeht, übernehmen nun vom Menschen geschaffene Windparkanlagen die Rolle des Raubtiers. Das haben Wissenschaftler herausgefunden. Ihre Studie wurde in "Nature Ecology & Evolution" veröffentlicht.
Windkraft ist eine saubere Energie, die zumindest auf den ersten Blick nur geringe schädliche Folgen für die Umwelt hat. Der "hässliche" Anblick der hohen Anlagen zur Energiegewinnung ist ein Problem feinsinniger Betrachter, schädigt das Ökosystem aber nicht. Auch Lärmentwicklung und die Frequenz des Licht- und Schatteneinwurfs gelten in Deutschland als ein Problem, dass vor allem die Anwohner mit diesen Anlagen haben, aber nicht die Natur.

Zuerst verschwinden die Raubvögel
Für ihre Studie untersuchte ein internationales Team von Wissenschaftlern die Auswirkungen von Windkraftanlagen in den Westghats. Das ist ein indischer Gebirgszug, der als ein globalen "Hotspot" der Biodiversität gilt.

Schon lange ist bekannt, dass Windkraftanlagen eine Gefahr für Vögel darstellen. Ein typischer Windpark kann jedes Jahr Tausende von Vögeln töten, darunter Raubvögel wie Falken und Adler. Der Tod der Raubvögel ist das eigentliche Problem, da durch ihn das gesamte Ökosystem in Unruhe kommt. In Indien mussten die Forscher feststellen, dass in den Gebieten des Gebirgsplateaus in denen Windanlagen installiert wurden, kaum noch Raubvögel vorhanden sind. Sie fanden nur noch ein Viertel des üblichen Bestandes. Der Rest wurde ihrer Ansicht nach durch die Anlagen getötet oder aus dem angestammten Lebensraum vertrieben. Ob dieser Prozess zu einem noch stärkeren Rückgang der Raubvögel führen wird oder ob sich die Population auf diesem Level stabilisiert, ist derzeit nicht bekannt.

Veränderungen des Ökosystems
Diese Störung betrifft aber nicht allein die Raubvögel. Die Windanlagen "fressen" zwar die Raubvögel, doch übernehmen sie nicht deren weitere Rollen in den Westghats. In der Folge vermehrten sich die Beutetiere der Raubvögel enorm. Weil Tiere wie die Fächereidechsen nun keine natürlichen Feinde mehr besitzen, änderte sich ihr gesamtes Verhalten. War es bisher davon bestimmt, Schutz vor Raubvögeln zu suchen, wurden die Echsen zusehends unbekümmerter und unvorsichtiger. "Was für uns bemerkenswert war, waren die subtilen Veränderungen im Verhalten, in der Morphologie und in der Physiologie dieser Eidechsen", erklärt Maria Thaker, Assistenzprofessorin am Indian Institute of Science's Centre for Ecological Sciences und Leiterin der Studie.
Die Tiere fliehen selbst vor Menschen nicht mehr. Die vielen Eidechsen entwickelten wiederum einen gesteigerten Appetit auf ihre eigenen Beutetiere, das führte zu einer dramatischen Veränderung des Ökosystems.

Mensch oder Natur - wer trägt die Folgen?

Thaker fordert, die Umweltauswirkungen der lebenswichtigen grünen Energiequelle stärker zu berücksichtigen. Bekannt ist, dass Windparks das Wanderverhalten von Vögeln stören und zu überdurchschnittlichen Sterblichkeitsraten führen. "Es hat Jahrzehnte gedauert, bis wir feststellten, dass Windkraftanlagen Tiere, die fliegen, negativ beeinflussen", sagte Thaker.
Sie plädiert dafür, diese Anlagen nicht in unberührten und weitgehend menschleeren Zonen aufzustellen, sondern an Orten "die bereits in irgendeiner Weise gestört sind - zum Beispiel an Gebäude." Aber genau dort hat die Windenergie ein starkes Akzeptanzproblem, weil dann die Anwohner unter den Anlagen leiden.


 23.10.21018 Teuer erkaufte Illusionen

Nachdenklich stimmende Kernaussagen zur Energiewende

Windräder und Photovoltaikanlagen, verteilt übers ganze Land, sind das wohl deutlichste Zeichen für die Energiewende und den Klimaschutz in Deutschland. Das Unterfangen im Stromsektor hat bereits dreistellige Milliardenbeträge verschlungen. Doch der unbestreitbare Erfolg beim Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung vermittelt einen falschen Eindruck, die CO2-Einsparungen sind teuer erkauft.

Derzeit belaufen sich die Kosten für die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen auf rund 25 Milliarden Euro jährlich. Insgesamt haben die Stromverbraucher in den vergangenen Jahren Monat für Monat insgesamt einen hohen dreistelligen Milliardenbetrag überwiesen, um den Ausbau der Erneuerbaren zu ermöglichen. Laut den jüngsten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat zahlen die Privathaushalte in Deutschland europaweit die höchsten Strompreise.
Die Wende in der Strombranche ist nicht mit einer Energiewende gleichzusetzen.

Die Energiewende in Deutschland ist im Grunde nur eine Stromwende. Dahinter steckt eine ernüchternde Erkenntnis: Windräder und Photovoltaikanlagen sind unter dem Aspekt des Klimaschutzes nicht besonders effizient.

Außen vor gelassen sind die anderen Sektoren – Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft. Rechnet man sie mit herein, decken die Erneuerbaren nur 14 Prozent des Primärenergiebedarfs ab.
Mit dem eingesetzten Geld hätte man in anderen Sektoren wesentlich größere CO2-Einsparungen erzielen können.
Es bleibt die bitterste Erkenntnis: Der kostenträchtige Sonderweg Deutschlands mit der sehr langen und üppigen Förderung der erneuerbaren Energien besitzt streng genommen keine Auswirkungen auf die Erfüllung der Klimaziele. Das gilt selbst, wenn es zum beschleunigten Kohleausstieg kommt.
Im Handelsblatt lesen

1.10.2018 End of Landschaft - ein Film von Jörg Rehmann

Jörg Rehmann´s Film zeigt in beeindruckender Weise die fatale Landschaftszerstörung durch Windenergieanlagen, die wesentlicher Bestandteil der Energiewende sind.
Trailer 

1.10.2018 160 Mrd. Euro in fünf Jahren für die Katz?

Fachleute und Kritiker der Energiewende befürchten schon seit Jahren deren Scheitern. Diese Einschätzung teilt nun zum wiederholten Male der Bundesrechnungshof. Die angestrebte Führungsrolle, Vorreiter der Energiewende in Europa zu sein, ist in weite Ferne gerückt.
Dieses Szenario beschreibt "Die Welt" im folgenden Artikel, der sehr nachdenklich stimmt!
Link zum Artikel (Die Welt vom 28.9.2018) 

6.9.2018 Vom Rheingau lernen, heißt Rotoren stoppen!

Das „Bündnis Energiewende für Mensch und Natur“ gratuliert zum großartigen Erfolg der „BI Pro Kulturlandschaft Rheingau“.
Den aktiven Mitgliedern ist es gelungen, die Zerstörung einer einzigartigen Flusslandschaft zu verhindern und der Geldgier der Windkraftindustrie Grenzen zu setzen.
Link zum Artikel (FAZ vom 3.9.2018)

6.9.2018 Europa  kann die deutsche Stromversorgung nicht retten

Die Bundesregierung vertraut darauf, dass Deutschland in Zeiten ohne Wind und Sonne Elektrizität von den Nachbarländern importieren kann. Eine riskante Fehleinschätzung zeigt eine neue Studie: Kaum ein Nachbar hat noch Kraftwerkskapazitäten übrig.

Deutschland kann in Zeiten ohne Wind und Sonne nicht mehr darauf vertrauen, dass Stromeinfuhren aus dem Ausland die Versorgung aufrechterhalten. Denn: „Die Kraftwerkskapazitäten in der Europäischen Union schmelzen dahin“, warnt der Bundesverband der Elektrizitäts- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer neuen Studie.
Link zum Artikel

20.08.2018 Sommerloch von Wind- und Sonnenenergie

Die Sommermonate Juni und Juli 2018 verdeutlichen einmal mehr die extreme Volatilität der Umgebungsenergie von Wind und Sonne. Sie sind eine Bestätigung dafür, dass diese Energien vollkommen ungeeignet sind, eine verlässliche Stromversorgung sicherzustellen.

Die vielen „Täler“ im Chart zeigen, wie oft die Einspeisung von Wind- und Solarenergie gegen Null geht.

Das Minimum der erzeugten Leistung zur installierten lag im Verhältnis im Juni/Juli 2018 zwischen 1,2 und 1,5 %. 

Das bedeutet, dass von der installierten Solar- und Windenergie von derzeit 101.407 Megawatt, zeitweise lediglich 1 Hundertstel zur Verfügung stand. 
Dieses Missverhältnis wird sich auch durch den geplanten weiteren Zubau nicht ändern, im Gegenteil, die Problematik wird sich noch weiter verschärfen.

 

7.8.18 ZDF Frontal 21 Grün gegen Grün

Der Beitrag in Frontal 21 verdeutlicht die mittlerweile in Gesamt-Deutschland verheerende Genehmigungspraxis der Behörden. Nicht selten werden der Schutz der Natur und des Menschen durch Rechtsbeugung ausgehebelt, um ein verheerendes EEG, das allen wirtschaftlichen und physikalischen Grundregeln widerspricht, mit blinder Gläubigkeit umzusetzen  zum Wohle einer spezifischen Windradindustrie und einer entarteten Grünen-Politik.
Hier sehen sie den Beitrag

7.8.2018 Co2 -Problematik und Windkraftausbau

Dr. Hans Hönl

Coist seit Jahren in aller Munde. Allerdings eher in n egatriver Hinbsicht. "Co2-Vermeidung","Klimakiller", "Treibhausgas" uns Änliches liest und hört man fast täglich in den Medien im Zusammenhang mit der Klimawandeldebatte. Was hat es mit diesem Gas,das man von früher her noch als Kohlendioxid kannte, auf sich?
Link zum Beitrag Dr.Hönl

18.6.18 Blackout - Stromausfall, das große Risiko

Ein wichtiger Beitrag des SZ-Magazin beschreibt die Risiken und Szenarien, die mit einem großräumigen Stromausfall einhergehen. Angriffe auf das Stromnetz gehören inzwischen zum Alltag - und könnten bei Erfolg immense Folgen haben.

(Foto: Illustration: Dirk Schmidt)

Als das Licht ausgeht, schaut Oleksei Yasinsky sofort aus dem Fenster seiner Wohnung in Kiew. Er blickt in schwarze Schluchten, alle Häuser im Dunkeln. Nicht schon wieder! Er steht von der Couch auf, holt Kerzen, sieht auf die Uhr, sie zeigt Mitternacht. Gerade eben lief auf seinem Fernseher der Hollywoodfilm Snowden. Dann fiel der Strom aus. Es ist der 17. Dezember 2016, der Tag, von dem Technikexperten wie er später sagen, dass es ein Wendepunkt gewesen sei. In dieser Nacht ist Yasinsky sich sicher: Die Hacker sind zurückgekehrt.
Der Stromausfall in Kiew dauert kaum mehr als eine Stunde, um ein Uhr fließt die Energie zurück in die Häuser. Doch Yasinsky erkennt ein Muster, das ihm Sorge macht. Schon im Vorjahr um diese Zeit gingen in der Ukraine die Lichter aus - seinerzeit vor allem im Westen des Landes. Schnell wurde klar: Hacker waren in die Rechner der Stromversorger eingedrungen und hatten die Kontrolle erlangt. Sie konnten den Strom einfach ausknipsen. Computerexperten mit einem Hang zu düsteren Szenarien hatten so einen Angriff lange vorher gesagt. Kaum jemand hatte ihnen zugehört, denn passiert war ja nie etwas. Bis jetzt. 
Lesen sie den ganzen Artikel

15.05.2018 Der große Konstruktionsfehler der Energiewende

 

Foto: RWI

Kein Geringerer als der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, der auch gleichzeitig Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist, bezeichnet in einem Gastbeitrag in "Die Welt" die Energiewende als großen Konstruktionsfehler.
Der Ausstoß von Treibhausgasen muss drastisch sinken. Doch die bisherige Subventionierung des Ökostroms ist unermesslich teuer und ineffizient. Es gibt einen Ausweg, schreibt der Chef der Wirtschaftsweisen in seinem Gastbeitrag. 
Den Gastbeitrag lesen sie hier.

5.4.2018 Denkschrift - Windkraft und Naturschutz sind nicht vereinbar

In seiner Denkschrift beschreibt Dr. Wolfgang Epple im Vorwort in komprimierter Form, Ausmaß, und Folgen der Energiewende, so wie die politischen Methoden mit der die naturfressende Windkraftindustrie legitimiert wurde. 
Zum Vorwort

aus: EPPLE, W. (2017): Windkraftindustrie und Naturschutz sind nicht vereinbar. Windkraft-Naturschutz-Ethik.
Herausgeber: Naturschutzinitiative e.V.,140 Seiten. 
ISBN 978-3-00-057513-6

5.4.2108 Naturzerstörung in Grün?

Der ökologische Pferdefuß der erneuerbaren Energien

Um das Weltklima zu retten, setzt Deutschland auf regenerative Techniken. Dabei wird ausgeblendet, dass auch der Ausbau von Windernergie und Biomasse fatale Folgen hat - bei uns und in den Tropen. Dazu schreibt der Autor Michael Miersch in "Welt+" .
Lesen sie den gesamten Artikel

16.3.2018 Julia Klöckner traf sich mit dem Bündnisvorstand

 

 Die neue Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner, traf sich bereits zwei Tage nach ihrer Ernennung zu einem ersten Gespräch mit Vorstandsmitgliedern und Beratern des Bündnisses Energiewende für Mensch und Natur e.V., dem gegenwärtig 56 Bürgerinitiativen aus ganz Rheinland-Pfalz und dem Saarland angehören.

Dabei ging es um die Entwicklung des ländlichen Raums nicht nur für Digitalausbau, bessere Finanzausstattung und modernen Verkehr, sondern insbesondere auch um die achtsame Bewahrung der Natur- und Kulturlandschaften. Beispielsweise zeigen sich unüberbrückbare Gegensätze zwischen der Verunstaltung ländlicher Horizonte mit riesenhaften Windindustrieanlagen und den schier verzweifelten Bemühungen um eine touristische Aufwertung derselben Regionen. Und nicht nur der Tourismus wird beeinträchtigt, sondern in noch ungleich stärkerem Maß die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung sowie der Natur- und Artenschutz.
Julia Klöckner fand Zustimmung zu ihrer Kritik an der grotesken Situation, dass in den Städten über die Zukunft des ländlichen Raums entschieden wird. Durch die ungleich höheren Bevölkerungszahlen und Wählerstimmen sowie das Übergewicht ihrer politischen Einflussmöglichkeiten befinden Leute, die in Hochhäusern wohnen und das Landleben allenfalls von Sonntagsausflügen her kennen, über das Wohl und Wehe der Menschen dort. Ganz zu schweigen von den immensen Schäden an und in der Natur. Julia Klöckner konkret: „Es darf nicht sein, dass der ländliche Raum von den Städten zur Rumpelkammer gemacht wird!“
Beim Gespräch mit dem Bündnisvorstand interessierte sich die Ministerin besonders auch für dessen energiepolitische Standpunkte. Das Scheitern der Energiewende, die doch in Wahrheit lediglich eine völlig unzureichende und absolut unzuverlässige Elektrizitätserzeugungswende ist, wurde ihr sowohl in physikalischer und technischer Hinsicht als auch unter den Aspekten der gänzlich ausbleibenden Wirtschaftlichkeit nach dem Wegfall der EEG-Subventionen erläutert.
Die Gesprächsrunde vereinbarte, diesen freimütigen Austausch der Erkenntnisse, Meinungen und Perspektiven fortzusetzen.

16.3.2018 Naturzerstörung in Wartenberg/Hessen

Das kurze Video zeigt eindrucksvoll, in welch frevelhafter Weise Natur zerstört wird duch den rücksichtslosen Ausbau der Windkraft.

Und das, obwohl das erklärte Ziel mit dem Ausbau der Windkraft den Co2 Austoß zu reduzieren bislang nicht erreicht wurde.
Der wahre Grund für diesen Frevel liegt jedoch im Abschöpfen von EEG-Subventionen über einen Zeitraum von 20 Jahren.
zum Video 

19.02.2018 Die Energiewende - Ein Fehlschlag?
10-Punkte-Plan, damit Deutschland Industrieland bleibt


Die bisherige Energiewende ist ein Fehlschlag auf der ganzen Linie. Die Bundeskanzlerin hat in ihrer Regierungserklärung einen deutschen Exportschlager versprochen. Doch derzeit wird stattdessen der Industriestandort Deutschland aufs Spiel gesetzt“, erklärt Kurt J. Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V. auf der Pressekonferenz zur 12. Klausurtagung Energie- und Umweltpolitik  „Wettbewerb, Innovationen und Technologieoffenheit – Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende“ des Wirtschaftsrates.

Link zur Publikation
 

6.2.2018 Ist CO2 der Klimakiller!?

Der Wissenschaftler und Greenpeace Mitbegründer Patrick Moore stellt die gängige Erklärung der Klimaerwärmung in Frage. Seinen aufschlussreichen Beitrag lesen sie hier.

6.2.2018 Wohin mit dem Windradschrott?

Nach Aussage der Recycling-Firma Remondis lassen sich ausrangierte Windradflügel nicht recyceln.
Das Problem sieht die Firma in den nicht trennbaren Carbonfaser-Verbundstoffen.
Hierzu gibt es widersprüchliche Aussagen einerseits des „Umweltmysteriums“ und andererseits der Recyclingfirma.

Link zum Beitrag des SWR

 

1.2.2018 Windparks zu verkaufen

Dieser Beitrag des SWR Fernsehen berichtet über einen defizitären Windpark im Donnersbergkreis, den die Kommune nun gerne veräußern möchte. Doch wer hat Interesse an einer solchen Anlage.
Uwe Pilgram, ein Wirtschaftswissenschaftler, trifft die Aussage, dass 60 % aller Windkraftanlangen nicht kostendeckend arbeiten.

Link zum Beitrag 

11.1.2018 Wird Windradbaustelle zur Deponie für verbotenes Recyclingmaterial?

Die Baustelle am Windrad Bickenbach 11 wurde laut Bericht des SWR Fernsehen für die Ablagerung  mit nicht zulässigem Baumaterial missbraucht.
Hierbei handelt es sich um Material der Klasse 2, um polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die im Verdacht stehen krebserregend zu sein.
Strittig ist, ob das Material sofort, bzw. erst in einem halben Jahr entfernt werden muss, oder, so wie es Landrat Bröhr der Firma noch zugestehen will, erst in einem halben Jahr.
Der SWR berichtete am 11.1.18 ausführlich hierüber.

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24.1.2017 Wieviel Zappelstrom verträgt das Netz?
Vortrag von Prof. Hans-Werner Sinn auf dem Münchner Seminar am 18.12.2017

Unbedingt sehenswert und aufschlussreich der Vortrag von Hans-Werner Sinn, weltweit anerkannter Ökonom und früherer Präsident des Ifo-Instituts.

Darin wird deutlich, dass durch die extreme Volatilität des Wind- und Sonnenstroms eine verlässliche Stromversorgung unseres Landes nicht möglich ist.
Für ihn wird derzeit eine quasi religiöse Vorgehensweise praktiziert, weit weg von rationalem Handeln unter Missachtung physikalischer Gesetzmäßigkeiten.
In der abschließenden Diskussion kommt er zu dem Ergebnis, dass durch die derzeitige Praxis, der Strom verteuert, die Landschaft verschandelt wird, ohne nur ansatzweise das Ziel der Energiewende (Reduzierung des CO2 und das Ziel des  Klimaschutzes) zu erreichen.
Link zum Vortrag
 

29.11.2017 Kompendium für eine vernünftige Energiepolitik


Primärenergieverbrauch 2016 (AGEE-Stat)

Im März 2017 veröffentlichte das Bundeswirtschaftsministerium eine Broschüre, die davon kündete, dass die ‘Energiewende’ „eine Erfolgsgeschichte“ sei. Nichts liegt ferner.

Denn die ‘Energiewende’ hat das Ziel, uns langfristig von fossilen Energieerzeugern unabhängig zu machen. Sie wurde begonnen, um den Ausstieg aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas zu ermöglichen und dabei den Ausstoß von Kohlen-dioxid drastisch zu reduzieren. Doch wurden diese Ziele nicht einmal im Ansatz erreicht.
Die ‘Energiewende’ wurde lediglich im Stromsektor vorangetrieben, auf den aber nur ein Fünftel des Energieverbrauchs entfällt. In den Sektoren Wärme/Kälte und Verkehr gab es kaum Erfolge.
Und so steigt in Deutschland der Ausstoß an Kohlendioxidemissionen seit 2009 an, obwohl in dieser Zeit weit über hundert Milliarden Euro in den Ausbau vor allem von Solar- und Windenergie investiert wurden.
Die mit dieser ‘Energiewende’ eingegangenen Zahlungsverpflichtungen werden uns noch für zwei Jahrzehnte belasten. Insgesamt wird uns die ‘Energiewende’ eine Gesamtsumme von ca. 550 Milliarden Euro kosten.
Ungeachtet dieses enormen Aufwands gerät die Versorgungssicherheit in immer größere Gefahr. Gleichzeitig leiden Mensch und Biosphäre unter diesen Maßnahmen, der Artenschutz kommt unter die Räder, die Minderungsziele für Kohlendioxidemissionen rücken in immer weitere Ferne und die Maßnahmen zur Umsetzung der ‘Energiewende’ erscheinen mehr und mehr verfassungsrechtlich fragwürdig…

Unser komplettes Kompendium erhalten Sie auf der Website Bundesinitiative Vernunftkraft e.V. und/oder hier per Download.

20.11.2017 SWR2 Wissen „Vorbild Rhein-Hunsrück, ein Landkreis verzaubert die Energiewelt“

In der Radiosendung SWR2 Wissen am 9.Nov. 2017 wurden Behauptungen aufgestellt, die die Realität auf den Kopf stellen.
So wurde behauptet, der Rhein-Hunsrück-Kreis habe die Energiewende schon geschafft, wird 2018 der erste bilanzielle Null-Emissionskreis und leuchtendes Vorbild für viele Länder dieser Welt. Diesen Behauptungen hat das Bündnis im nachstehenden offenen Brief widersprochen.
Sendung zum Nachhören

Offener Brief         20. Nov. 2017 

Rundfunkbeitrag im SWR 2 vom 9. November 2017, 08:30 Uhr:
„Vorbild Rhein-Hunsrück, ein Landkreis verzaubert die Energiewelt“.

Sehr geehrter Herr Boudgoust,

um es vorwegzunehmen: Der vorstehend genannte Rundfunkbeitrag des Journalisten Richard Fuchs entbehrt jeder Sachlichkeit, Wahrheit, Objektivität sowie journalistischer Verantwortung. Er stellt die Wahrheit in einer verklärenden Weise gänzlich auf den Kopf. Seine Aussage lautet: „In knapp 20 Jahren wurde hier die Energiewende umgesetzt. Zu weit mehr als 100 Prozent.“ Dies ist völlig falsch! Denn die Energiewende umfasst den gesamten energetischen Bereich aus Strom, Wärme, Verkehr und Industrie. Von diesen 100 Prozent Energieverbrauch beträgt der Stromverbrauch, auf den sich Herr Fuchs bezieht, aber lediglich rund 20 Prozent.

Reduzierte man seine Aussage nur auf die Stromerzeugung, so wäre sie bilanziell betrachtet zunächst richtig. Doch hier sollte sich Herr Fuchs unbedingt mit dem Begriff „bilanziell“ auseinandersetzen.
Beispiel: Auch die fünffach über den Bedarf hinaus gewonnene Strommenge wird dazu führen, dass über Stunden/Tage kein Strom zur Verfügung steht. Grund dafür ist die extreme Volatilität von Wind- und Solaranlagen. Wenn kein Wind weht und die Sonne nicht scheint, gibt es keinen Strom, solange keine Speichertechnologie zur Verfügung steht, die den überschüssigen Strom speichern könnte. Aber von einer solchen großtechnologischen Entwicklung sind wir noch sehr weit entfernt.

Trotz der zeitweisen Überversorgung durch die sogenannten „erneuerbaren Energien“ sind wir doch gezwungen, den gesamten konventionellen Kraftwerkspark vorzuhalten. Das bedeutet, wir haben die Energiewende nicht geschafft - auch im Rhein-Hunsrück nicht!

Weitere Aussage: „Damit beweist der Null-Emissions-Landkreis………“. Wiederum falsch! Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist kein Null-Emissions-Landkreis. Er wäre erst dann emissionsfrei, wenn weder Mobilität noch Wärmeerzeugung, Industrie und Stromerzeugung kein CO2  emittieren würden.
Weitere Aussage: „Das hat den Landkreis zum begehrten Wohn- und Arbeitsort gemacht.“ Falsch! Seit vielen Jahren ist ein stetiger Rückgang in der hiesigen Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen, wie ihn sämtliche aktuellen Demografie-Berichte nachweisen.
Vom „begehrten Wohnort“ im Rhein-Hunsrück-Kreis zu sprechen, ist eine geradezu zynische Behaup¬tung angesichts der hierzulande überall beklagten negativen Auswirkungen der hunderte Windindu¬strieanlagen auf Menschen, Tiere, Umwelt und das Landschaftsbild. Bezüglich der Landschaftsästhe¬tik empfehlen wir die Lektüre der Masterarbeit von Herrn Lubomierski, der die Auswirkungen des Windkaftausbaus auf unsere Landschaft wissenschaftlich untersucht hat ( www.energie-mensch-natur.de/informationen/download?download=6:masterarbeit.pdf ), desgleichen auch das Buch von Georg Etscheid mit dem wahrhaft zutreffenden Titel „Geopferte  Landschaften“.

Im Hunsrück wurde eine vormals liebenswerte Landschaft einem technischen Irrweg geopfert, mit riesenhaften Windradtürmen überformt und so in eine Industrieregion umgewandelt. Zahllose Besucher unserer Region sind entsetzt über diese Landschaftszerstörung.

In einer dreisten Art werden im Beitragsformat O-Töne der Besucher eingesetzt, z.B. des Ghanesen, der beim Ausblick vom Hochsteinchen auf die 5 gigantischen Windräder begeistert „wonderful“ ausruft. Da gibt es aber nichts Wundervolles mehr zu bewundern, wenn wertvolle Wälder geopfert und ungezählte Tiere im Soonwald ihres angestammten natürlichen Lebensraums beraubt wurden!  Und dies alles für eine gescheiterte Technik, die weder das erklärte Ziel der Co2-Minderung noch dasjenige der Klimarettung geschafft hat.

Dringend sollte sich Herr Fuchs mit den Ergebnissen wissenschaftlich anerkannter Gremien ausein-andersetzen, die seit Langem vehement, doch bisher leider vergeblich, eine Kurskorrektur fordern.
Diese sind u.a.: der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die Monopolkommission, die Expertenkommission Forschung und Entwicklung des Bundestags sowie nicht zuletzt der Bundesrechnungshof. Auch die von der Bundesregierung selbst eingesetzte Monito¬ring-Kommission kam zu erschütternden Ergebnissen.

Eine sach- und fachgerechte Beurteilung der Energiewende lesen Sie bitte in den beigefügten Broschüren nach.
Abschließend stellen wir fest: Dieser SWR-Beitrag ist an einseitigen und falschen Aussagen sowie an eklatantem Unwissen nicht zu überbieten.

Unglaublich, dass ein Journalist wie Herr Fuchs, der sich angeblich auf Fragen von Energie-, Umwelt- und Klimapolitik spezialisiert hat, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Zuhörerschar aus unserer Sicht belügt. Für uns gibt es hierzu nur eine Vermutung: Wenn Herr Fuchs tatsächlich den techni-schen Background dieses komplexen Themas kennt und dennoch einseitig und falsch berichtet, so erhärtet sich für uns der Verdacht, er arbeite für die Windindustrie.

Sehr geehrter Herr Boudgoust, ein Beitrag mit derart vielen Falschaussagen darf keinesfalls im Themenblock Wissen eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks verbreitet werden.
Hier ist unseres Erachtens dringend eine Richtigstellung erforderlich.

Mit besorgten Grüßen

 

Wolfgang Piroth
und der Vorstand des Bündnisses Energiewende für Mensch und Natur e.V.

 

30.10.2017 Windenergie in Deutschland

Status quo, Potenziale und Herausforderungen in der Grundversorgung mit Elektrizität Teil 1: Entwicklungen in Deutschland seit dem Jahr 2010
Thomas Linnemann und Guido S. Vallana


Den gesamten Beitrag lesen sie hier

 

18.10.2017  "Elefanten im Raum" von Energiedebatten

ein Beitrag aus der Reihe "Die Energiefrage" #37
von Dr. Björn Peters, Deutscher Arbeitgeber Verband

Im Englischen gibt es den schönen Begriff des "Elefanten im Raum". Damit meint man ein Thema, das bei einer Diskussion jeder kennen könnte, das aber niemand anzusprechen wagt – aus welchen Gründen auch immer. Solche "Elefanten im Raum" gibt es gerade bei energiewirtschaftlichen Debatten zuhauf.
Gerne diskutieren Vertreter der Energiewirtschaft auf vielen internationalen Tagungen miteinander und mit Politikern und Pressevertretern über aktuelle Entwicklungen.  Auf unzähligen solcher Konferenzen war ich in den vergangenen fünf Jahren eingeladen, um (zumeist) über Kraftwerks- oder Speicherfinanzierung im Zeitalter von starken Anteilen an Wind- und Solarenergie zu sprechen, um als Diskutant oder Gastgeber zu wirken.  Dabei fiel mir auf, dass es immer noch einige Themen gibt, die niemand klar ausspricht, oder Aussagen, über die die Industrievertreter leise den Kopf schütteln aber nicht lautstark zu protestieren wagen.  Im Englischen nennt man so etwas "the elephant in the room".  Dabei gäbe es angesichts der existenziellen Krise der Stromwirtschaft genügend Themen, mit denen die Unternehmensvorstände leidenschaftlich an die Öffentlichkeit gehen sollten, um auf die katastrophale Lage der Energiewirtschaft hinzuweisen.  Immerhin mussten dort dutzende von Milliarden Euro an Investitionen abgeschrieben werden.  Die Börsenstrompreise sind so niedrig, dass die Einnahmen aus Stromverkauf für eine ausreichende Wartung der Kraftwerke nicht ausreichen – sie werden auf Verschleiß gefahren und werden viel früher als nötig verschrottet werden müssen.  Die Versorgungssicherheit, die Wind- und Solarkraftwerke nicht bieten können, ist gefährdet, denn immer wieder gibt es Situationen am Strommarkt, in denen jedes verfügbare Kraftwerk benötigt wird.  Investitionen in neue regelbare Kraftwerke werden kaum noch getätigt, da sie wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen wären.  Ein Ausweg aus der Krise ist für die Stromwirtschaft nicht in Sicht.  Da hilft es nicht weiter, wenn der Kopf im faktenresistenten Sand feststeckt und die Problematiken, mit denen die Energiewirtschaft zu kämpfen hat, ignoriert werden.

Elefant 1: Die natürliche Schwankungsbreite von Wetter

Auch auf die Gefahr, uns zu wiederholen: Wer fordert, wir sollten unsere Energieversorgung maßgeblich vom Wetter abhängig machen, indem wir stark auf Wind- und Solarenergie setzen, sollte wissen, wie zuverlässig eine Stromversorgung auf Basis von Sonne und Wind ist.  In den vergangenen Monaten hatten wir auf das Thema mehrfach hingewiesen, dass lange Versorgungslücken gerade in Inversionswetterlagen jedes Jahr mehrfach vorkommen, zuletzt hatten wir im September eine sog. "Dunkelflaute".  Daher müssen wir dringend beginnen, endlich unsere Hausaufgaben zu machen.  Was fehlt, ist die Gründung eines Instituts für Statistische Energiemeteorologie, das uns darüber aufklären sollte, wie groß die natürliche Schwankungsbreite von Witterung ist.  Unsere ureigene Wahrnehmung spielt uns hier nämlich einen Streich.  Wir erinnern uns bestenfalls an das Wetter von wenigen Jahren.  Dass das Wetter aber routinemäßig enorme Kapriolen schlägt, wird dabei gerne übersehen.  
Schon im ersten, mosaischen, Buch des Alten Testaments wird von sieben fetten Jahren, gefolgt von sieben dürren Jahren berichtet.  Wer weiß denn, wie sich Bewölkung und Windgeschwindigkeiten über Zeit entwickeln?  Nur eine rhetorische Frage, natürlich, aber die Antwort ist "Niemand".  In jedem anderen Wirtschaftszweig oder Politikbereich würde es als extrem fahrlässig bewertet, wenn die Verantwortlichen so sorglos mit dem Fehlen von entscheidungsrelevanten Informationen umgingen.  Nur in der Energiewirtschaft wird klaglos akzeptiert, dass die Datengrundlage für wirtschaftliche und politische Entscheidungen schlicht fehlen.  Überall sonst würde das als "Blindflug" zu Recht gebrandmarkt.  Und so gerieten zahllose Windkraftinvestments in wirtschaftliche Schieflage, weil manchmal mehrere Jahre hintereinander die Jahreserträge um bis zu 40 Prozent unter den Prognosen lagen.  Sorglosigkeit in Datenfragen rächt sich also auch finanziell, und oft sind Stadtwerke in öffentlicher Trägerschaft die Leidtragenden.  Eine Kultur der Verantwortung wäre hier besser angebracht als Nicht-wissen-Wollen.

Elefant 2: Der Klimawandel als die Ursache allen Übels in der Welt

Fast genauso wenig wie über die natürliche Bandbreite der Witterung in den vergangenen Jahrzehnten wissen wir über die natürliche Bandbreite des Klimas. Beispielhaft sei aus einem sehr empfehlenswerten Büchlein zitiert, das Bemerkenswertes aus mittelalterlichen Stadtchroniken zusammengetragen hat.  Für Magdeburg ist im Jahr 1427 folgender Eintrag vermerkt:
"Zwischen St. Nikolaus und St. Lucia [6.-13. Dezember] blühten hier und da die Kornblumen auf den Feldern. In einigen Gärten waren Erbsen und Bohnen gewachsen und blühten. Sogar einen Teil der Mandel- und Pfirsichbäume sah man blühen."
Als neuzeitlicher Leser wundert sich man darüber, dass es im kalten Magdeburg vor 600 Jahren frostempfindliche Mandelbäume gab.  Es scheint damals also beträchtlich wärmer gewesen zu sein als heute, kurz vor einem der kältesten Jahrzehnte des Milleniums, wie der ‚Spiegel' jüngst berichtete.  Und das führt uns direkt zum Thema.  Im dritten Sachstandsbericht des Weltklimarats von 2001 wurde behauptet, dass das letzte Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts das wärmste des gesamten Jahrtausends gewesen sei.  Belegt wurde dies mit zweifelhaften mathematischen Methoden, die in den Folgejahren nach allen Regeln der Kunst innerhalb der wissenschaftlichen Welt widerlegt wurden.  Heute wissen wir sehr viel mehr über die Warmzeiten in den vergangenen Jahrtausenden, nur interessiert das niemand.  Festgesetzt haben sich die falschen Aussagen aus 2001, dass wir nicht nur in der wärmsten Periode der jüngeren Menschheitsgeschichte lebten, sondern auch dass der Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte ungewöhnlich schnell gewesen sei.  Wahrscheinlicher ist, dass sich in den letzten Jahrtausenden die mittleren Temperaturen in einem etwa drei Grad breiten Band bewegt haben, dass wir nach der Kleinen Eiszeit ganz am unteren Rand dieses Bandes waren und dass die Warmzeiten eher die waren, in der die Menschheit sich voranentwickelt hat.
Dennoch wird im öffentlichen Diskurs immer wieder unwidersprochen behauptet, das derzeitige Klima sei unnormal und besonders schädlich für Mensch und Natur.  Manche Politiker sprechen gar davon, dass der Klimawandel schuld an den deutlichen Migrationsbewegungen der letzten Jahre sei.  Und dies, obwohl der Planet derzeit grüner wird und nach einer in Nature veröffentlichten Studie bessere Lebensgrundlagen gerade in Afrika schafft. Übersehen werden dabei nicht nur die aktuelle Studienlage, über die es wert wäre, eine eigene Kolumne zu verfassen, sondern auch ein sehr wichtiger Punkt:  Viel stärker als ein wie auch immer gearteter "anthropogener Klimawandel" durch Emissionen von Treibhausgasen prägt unser Umgang mit der Natur das lokale Klima.  Fast alle katastrophalen Naturveränderungen der Neuzeit, die nicht auf Vulkanismus und Erdbeben beruhten, wurden durch Fehlverhalten des Menschen ausgelöst.  Der unter dem Vorzeichen der "Entwicklungshilfe" betriebene Brunnenbau der 1970er und 1980er Jahre im Sahel ließ größere Viehherden zu, wodurch der karge Pflanzenwuchs überweidet wurde und der Grundwasserspiegel absank.  Ein Drittel des gemessenen Meeresspiegelanstiegs der letzten Jahrzehnte ist auf das massive Abpumpen von Grundwasser zurückzuführen, wodurch mehr Süßwasser über die Flüsse in die Meere abgeleitet wird.  Abholzung von Wäldern verändert lokale Klimata viel stärker als äußere Einflüsse, es wird heißer und trockener.  Diese Änderungen am lokalen Klima sind in der Tat "anthropogen", haben aber viel trivialere Ursachen als unser Verbrauch an Kohlenstoff-haltigen Rohstoffen.  Nur will das niemand wissen, vielleicht weil es bequemer ist, alle "Schuld" an den beobachteten Klimaveränderungen auf die westlichen Industrienationen zu laden.  Die Verantwortung der lokalen Potentaten und Profiteure in anderen Weltregionen bleibt dagegen gerne unberücksichtigt.

Elefant 3: Die nukleare Option

In Diskussionen über die langfristige Energieversorgung wird so getan, als wäre es realistisch, die ca. 85 Prozent des Weltenergieverbrauchs, die wir derzeit mit chemischen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas decken, aus der Umgebungsenergie (Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse, Geothermie) zu holen.  Dabei ist das zumindest dann überhaupt nicht notwendig, wenn wir in einem Zeithorizont bis zum Ende des Jahrhunderts planen.  Unberücksichtigt bleibt zu oft, dass die Industrienationen eng zusammenarbeiten, um der Kernfusion zum Durchbruch zu verhelfen.  Es wird zwar noch in der Tat ein paar Jahrzehnte andauern, bis sie großtechnisch und günstig zur Verfügung steht, sie wird aber in der zweiten Jahrhunderthälfte kommen.  Unser Optimismus speist sich aus der Tatsache, dass viele der technischen Herausforderungen, die für die Nutzung der Kernfusion bewältigt werden müssen, grundsätzlich der Simulation auf Computern zugänglich sind.  Und da seit vielen Jahrzehnten alle fünf Jahre die Kosten für Rechenoperationen um einen Faktor von zehn absinken, wird Rechenpower immer leichter verfügbar.  Der Fortschritt in der Kernfusionsforschung sollte sich daher in Zukunft beschleunigen, zumal wenn wir bereit sind, die Fusionsforschung nicht am Geld scheitern zu lassen.
Sobald Energie aus Kernfusion kostengünstig verfügbar ist, werden sich synthetische Kraftstoffe ebenso leicht in großen Mengen herstellen lassen, wie sich weitere Energie-Sektoren elektrifizieren lassen.  Insofern darf uns der technische Fortschritt optimistisch stimmen, dass wir unser Kohlenstoffbudget im Sinne des Zwei-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens auch ohne industriefeindliche Politik und ohne Verspargelung der Landschaften mit Windrädern unterschreiten werden.  Nur sollten die richtigen politischen Akzente gesetzt werden.

Zusammenschau

Nimmt man die drei "Elefanten"-Themen zusammen, ergibt sich größter Optimismus, dass es uns gelingen wird, die künftige Energieversorgung ohne eine Verschandelung der Kulturlandschaften sicherzustellen, chemische Energieträger nur übergangsweise noch für ein paar Jahrzehnte zu nutzen und dann aus wirtschaftlichen (!) Gründen ihren Einsatz zu beenden.  Das mit dem Wort "Energiewende" hauptsächlich verknüpfte Ziel, die Überwindung chemischer Energieträger, wird sich also ohne wesentliche wirtschaftliche Eingriffe umsetzen lassen.  Etwas mehr Geduld mit dem technischen Fortschritt wäre angebracht.  Für Aktionismus besteht weder Notwendigkeit noch Berechtigung.

30.07.2017 "Kurzschluss bei der Energiewende" von Daniel Wetzel in der Welt am Sonntag vom 23.07.2017  

Die Energiewende verändert Natur und Landschaft, verteilt Milliarden um und verheißt Rettung vor dem Klimawandel. Doch ein Blick auf das bislang Erreichte ernüchtert: Die zentralen Versprechungen der Ökostrom-Revolution wurden noch nicht eingelöst. Die Politik ist ratlos. Eine Zwischenbilanz. [...]

Die Stars der jungen Energie-Szene inszenieren ihre Auftritte wie einst Apple-Chef Steve Jobs. „Yeah! Wow! Yeehaa!“ ertönt es im Publikum, wenn „Sonnen“-Manager Philipp Schröder die neue Solarstrom-Batterie seines Unternehmens im Berliner E-Werk präsentiert. Wie bei einem Popkonzert brandet Spontanapplaus auf. Einerseits ist die Jagd nach Computer-Spezialisten von der Erkenntnis getrieben, dass die Energiewelt von morgen unbedingt „smart“ sein wird und ohne Digitalisierung undenkbar ist. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist, dass die Planer und Architekten der Energiewende nicht mehr weiterwissen. Man schaut auf die Zahlen und sieht, dass die Rechnung nicht aufgeht. Die Ökostrom-Revolution hat Deutschland im Klimaschutz bislang nicht weitergebracht. Die Kosten steigen, Zielmarken werden verfehlt. […]

Der vollständige Beitrag ist auf der Seite Vernunftkraft nachzulesen

 

03.2017 „Ohne Speicher ist die Energiewende technisch nicht möglich, mit Speichern ist sie wirtschaftlich nicht möglich.“

Detlef Ahlborn – März 2017:
Die deutsche Energiewende steht im Widerspruch zu fundamentalen physikalischen Gesetzen. Mit der Energiewende führen wir einen milliardenschweren Großversuch durch, der systematisch gegen diese Gesetzmäßigkeiten verstößt.

Der vollständige Beitrag ist auf der Seite Vernunftkraft nachzulesen

 

26.05.2017 Die 10 Thesen der Windkraftkritiker

Als symbolischen Akt im Lutherjahr und in Anlehnung an die 95 Thesen, die Luther 1517 an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg nagelte, klebten Wolfgang Piroth und Uwe Anhäuser vom Bündnis Energiewende für Mensch und Natur, jetzt 10 Thesen zur Energiepolitik in den Eingangsbereich der Simmerner Kreisverwaltung.


RHZ 23.05.17-klDiese 10 Thesen sollen einen sachlich fundierten Beitrag zur Diskussion um die Energiewende mit Blick auf den Bundestagswahlkampf liefern.

Die Rhein-Zeitung berichtete. (RZ-Artikel)

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

3.05.2017 Ein Todesurteil für die Windkraft?

In dem am 6. April in der Rhein-Hunsrück-Zeitung veröffentlichtem Artikel beklagen die Windindustrie und Investoren den im neuen Landesentwicklungsprogramm geplanten Entfall von nutzbaren Flächen für den Windkraftausbau von etwa 50%. Dies bedeutet laut Artikel, dass ca. 400 Windkraftanlagen nicht gebaut werden können.
Aus verlässlicher Quelle hat das Bündnis Energiewende für Mensch und Natur Kenntnis, dass von den Betroffenen versucht wird massiv Einfluss auf Politik und Entscheidungsträger zu nehmen, um die Umsetzung des bereits gültigen Koalitionsvertrages bezüglich der Windenergie abzumildern, bzw. zu verhindern.
Wir fordern die vollständige Einhaltung dieses Vertages.
Daher unser offener Brief an nachstehende Empfänger sowie an die Presse.

 

Offener Brief                                                                                           23. April 2017

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin Dreyer,

sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister Dr. Wissing,

in dem 2016 von Ihnen ausgehandelten und regierungsamtlich beschlossenen Koalitions-vertrag haben Sie verbindliche Regelungen für den weiteren Ausbau der Windenergie in Rheinland-Pfalz festgelegt. Diesen ersten Schritt hatten wir als erfreuliches Zeichen einer längst fälligen Hinwendung zu Menschen-, Natur- und Landschaftsschutz anstelle einer Bevorzugung der rein wirtschaftlichen Interessen der Windindustrie begrüßt.

Vor Kurzem war nun in der regionalen Presse zu lesen, dass die erwähnten Regelungen von der Windindustrie aufs Heftigste beklagt und sogar als ein „Todesurteil für die Windkraft“ angeprangert werden.

Aus verlässlicher Quelle wissen wir, dass die von Ihrer Regierung beschlossenen Regelungen sowohl vonseiten der Windindustrie als auch vielerorts in ganz Rheinland-Pfalz von etlichen Verbands¬gemeindeverwaltungen und Genehmigungsbehörden bei den Landkreisen mit Vorbedacht missachtet werden.

Mehr noch: Es besteht ganz offensichtlich die Gefahr, dass auf diesem Wege die von Ihnen mit gutem Willen getroffenen Festlegungen unterlaufen und zunichtegemacht werden könnten.

Ein Gelingen dieser Bestrebungen würde mit Sicherheit das bereits stark ausgeprägte Misstrauen insbesondere in die von Ihnen vertretene Energiepolitik erheblich verstärken. Im Zusammenhang mit der ohnehin vorhandenen Politikverdrossenheit würde dies den allgemeinen Prozess der Entdemokratisierung noch weiter vorantreiben.

Wir, das Bündnis Energiewende für Mensch und Natur, bestehen auf der vollständigen Umsetzung der von Ihnen in Ihrem Koalitionsvertrag beschlossenen Regelungen. Für Gespräche und Erläuterungen der Problematik stehen wir gerne bereit.

Sie werden ja sicher nicht vor der Bundestagswahl eine Kampagne dagegen riskieren wollen, dass Sie nicht einmal die eigenen Beschlüsse und Vereinbarungen befolgen.


3.5.2017 Ausbau Windenergie in Waldgebieten
 

Eine Analyse der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) gibt einen Überblick über die Entwicklung und den aktuellen Ausbaustand der Windenergie auf Waldflächen in den einzelnen Bundesländern in Deutschland.  Nach Erhebungen der FA Wind waren Ende 2016 in Deutschland rund 1.500 Windenergieanlagen in Waldgebieten in Betrieb.
In dem kleinen Rheinland-Pfalz ist die Nutzung der Windenergie im Wald am größten. Ende 2016 waren es 397 Windturbinen , die sich auf Waldflächen in Eifel, Hunsrück, Westerwald und Taunus drehten. Dafür wurden ca. 3,5 Mio Quadratmeter Waldfläche für eine bereits heute gescheiterte Technologie vernichtet.
Damit werden Klimaschutzfunktionen von Wäldern reduziert.

"Alternative Energieerzeugung ist sinnlos, wenn sie das zerstört, was man durch sie schützen will: Die Natur" (Reinhard Messner) 

Die folgenden Tabellen zeigen den chronologischen Ausbau der Windenergie im Wald in Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Tabelle Windkraft im Wald


Tabelle Windkraft im Wald. II JPG 

 22.03.2017 Brisantes Material aus dem saarländischen Umweltministerium

Wenige Tage vor der Landtagswahl wird es für Umweltminister Reinhold Jost ungemütlich. Denn es sind brisante Dokumente aufgetaucht, die Mauscheleien bei der Genehmigung des Windparks Lautenbach bei Ottweiler beweisen sollen. Das Ministerium weist die Vorwürfe zurück. Der Anwalt der Windkraftgegner hat unterdessen Strafanzeige gegen Jost und die frühere Umweltministerin Rehlinger gestellt.

Ausführlicher dazu:

15.03.2017 Stromertrag der sogenannten erneuerbaren Energien der letzten 5 Jahre

Diese Grafik verdeutlicht, dass die extreme Schwankungsbreite der Stromerzeugung sich trotz Zubau in den letzten 5 Jahren, siehe rote Linie (Installierte Leistung Wind und Solar) sich entgegen anderslautender Behauptungen nicht verbessert hat. Das bedeutet, dass die Versorgungssicherheit durch Wind und Solarenergie mit der heutigen Technik nie erreicht werden kann.
Die heute schon notwendige Speichertechnologie ist auf lange Sicht nicht erkennbar.
strom lastgang 2011-2016

 

20.2.2017 Strategieklausur in Berlin mit dem Thema: Bündnis für vernünftige Energiepolitik

Regierungsamtlichen „Erfolgsgeschichten“ zum Trotz erfährt die aktuelle „Energiewende“-Politik flächendeckend Gegenwind aus der Bevölkerung. Bundesweit sind über 650 Bürgerinitiativen gegen den Ausbau von Windkraftanlagen engagiert und in 10 Landesverbänden, mehreren Dutzend Regionalbündnissen und einer Bundesinitiative vernetzt. Gestern trafen sich Vertreter aller Flächenländer zur Strategieklausur in der Hauptstadt.

Zwei Wochen nachdem das Bundeswirtschaftsministerium eine Hochglanzbroschüre zur vermeintlichen Erfolgsgeschichte der Energiewende an Millionen Haushalte verteilen ließ, kamen Delegierte windkraftkritischer Landesbündnisse in Berlin zu einem Arbeitstreffen zusammen. Ihre Wahrnehmung:

In rasantem Tempo werden wetterabhängige Stromerzeugungsanlagen in die Landschaft gesetzt – viel mehr und viel schneller als es der Bundesgesetzgeber beabsichtigte. Anlagen, für deren Zufallsprodukt es immer häufiger keine Verwendung gibt, deren Betreiber sich dennoch über auf 20 Jahre garantierte, weit über dem (häufig negativen) Marktwert liegende Vergütungen freuen dürfen.

Im Namen und in Folge der auf Windkraft fixierten „Energiewende“
werden

  • naturnahe Landschaften bis hin zu Naturparks der Windkraftindustrie geopfert – zuletzt sogar unter Einsatz von Polizeigewalt;
  • soll das Bundesnaturschutzgesetz zugunsten der Windkraftindustrie (Kabinettsbeschluss vom 10. Februar 2016) ausgehöhlt werden;
  • finanziert die Allgemeinheit zunehmend die Produktion von „Energiemüll“, der teuer entsorgt werden muss.

Trotz alledem sinken die CO2-Emissionen nicht nennenswert und ausländischer Atomstrom bleibt unverzichtbar.

Angesichts des im ganzen Land als Belastung von Natur, Landschaft und Lebensqualität erlebten, dabei technisch und ökonomisch fragwürdigen Windkraftausbaus berieten die Landesbündnisse auf Einladung der Bundesinitiative VERNUNFTKRAFT. darüber, wie vernünftigen Weichenstellungen der Weg geebnet werden kann.

Die aus allen Flächenländern angereisten Delegierten beschlossen verschiedene bundesweite Aktionen, mit denen die energiewirtschaftliche Realität im Superwahljahr 2017 stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden soll.

2017-02-19-Strategieklausurtagung Bundesinitiative Vernunftkraft in Berlin

 

17.2.2017 Bundesrechnunghof: Regierung macht schwerwiegende Fehler bei der Energiewende
 

  • Der Bundesrechnungshof wirft der Regierung eine mangelhafte Kontrolle der Energiewende vor, die zu Mehrkosten führt.
  • Besonders deutlich kritisieren die Prüfer das Wirtschaftsministerium. Dort gebe es ineffiziente Förderprogramme und eine kaum nachvollziehbare Organisation des Projekts.

 

In dem noch unveröffentlichten Dokument, das dem Haushaltsausschuss des Bundestags vorgelegt werden soll, ist die Rede von schwerwiegenden Mängeln bei der Kontrolle der Energiewende.

 

Besonders deutlich kritisieren die Prüfer das zuständige Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Das Ressortn heute unter Leitung von Brigitte Zypries lasse die Bevölkerung im Unklaren über die Bezahlbarkeit des Projekts. "Das BMWi hat keinen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende", schreiben die Prüfer. "Elementare Fragen wie 'Was kostet die Energiewende den Staat?' oder 'Was soll die Energiewende den Staat kosten?' werden nicht gestellt und bleiben unbeantwortet."

 

Absurd: Die Bundesregierung ist lediglich verpflichtet Berichte des Bundesrechungshofes zur Kenntnis zu nehmen - ein klassischer Papiertiger

17.2.2017 Deutschlands Energiewende - ein sich anbahnendes Desaster
von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt

Prof. Vahrenholt beschreibt in seinem Vortrag beeindruckend und fundiert, die vielfältigen Probleme der Energiewende, deren dringende Lösungen auf lange Sicht nicht erkennbar sind.
Den vollständigen Vortrag können sie hier lesen

 

17.2.2017 Masterarbeit Die Auswirkungen der Windkraft auf Landschaften am Beispiel des Hunsrück
von Nikolai Lubomierski

Jedem  Leser  dieser  Arbeit  empfehle ich eine Fahrt durch den  Hunsrück,  idealerweise  bei Tag und bei Nacht, um sich persönlich einen Eindruck von den Auswirkungen des Windkraftausbaus als Ausprägung der Energiewende in der Region zu verschaffen. Es ist erschreckend welche Ausmaße die dortigen Entwicklungen angenommen haben und seien die ursprünglichen Überzeugungen und Absichten noch so umweltfreundlich wie nachhaltig.
Man kann im Hunsrück, nach meiner Einschätzung, nach  Abschluss dieser Arbeit nur von einer Fehlentwicklung grüner Umweltpolitik ungeheuren Ausmaßes sprechen, die für die Menschen vor Ort in  einem Verlust ihrer heimatlichen Kulturlandschaften und deren Umwandlung in Windindustrielandschaften gegipfelt ist.

 

Doch ist es eine erstaunliche Entwicklung, die man im Hunsrück vorfindet, von einer ursprünglich positiven Absicht der nachhaltigen, ökologischen Energieerzeugung hin zu einem rücksichtslosen, profitgetriebenen Streben nach Windpachterträgen, das jeglicher Vernunft entbehrt und ohne Respekt vor der Schönheit von Natur und Landschaft die heimatliche Kulturlandschaften dem Profit opfert, ungeachtet ihrer identitätsstiftenden Wirkung.
Der Hunsrück muss von Landschaftsplanern, politischen Entscheidungsträgern und der Raumplanung als mahnendes Beispiel betrachtet werden, der eindrucksvoll dokumentiert, was alles machbar ist mit Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windkraft, aber welche landschaftlich prägenden Auswirkungen eine überstürzte, unausgewogene und unkoordinierte Regionalentwicklung zur Folge haben kann.

Hier lesen sie die ganze Masterarbeit


3.2.2017 "Energiewend
e" scheitert an frostiger Wirklichkeit - "Kaltflaute" offenbart Desaster

Während der Kaltwetterperiode vom 16. bis zum 26. Januar 2017 trugen die 26.000 Windkraftanlagen und der auf 400 Millionen Quadratmeter ange­wach­sene Foto­voltaik-Park Deutschlands so gut wie nichts zur Elektrizitätsversorgung unseres Landes bei.

Der Totalausfall der „Säulen der Energiewende“, wie Sigmar Gabriel die wetter- und subventionsabhängigen Energiequellen nennt, war dabei keine Moment­aufnahme, sondern ein über zehn Tage anhaltender Dauerzustand:

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Grafik in höherer Auflösung

Die Großwetterlage zwang die deutschen Stromproduzenten zum Einsatz aller verfügbaren konventionellen Anlagen, um die Netzstabilität aufrechterhalten zu können. Ohne den konventionellen Kraftwerkspark und die Möglichkeit, wetterfesten Strom aus Kernkraft und Kohle (z.B. aus Tschechien und Frankreich) importieren zu können, wäre die Stromversorgung in diesen zehn Tagen extrem gefährdet gewesen. Eine Ahnung von den möglichen verheerenden Konsequenzen verleiht die Bundestagsdrucksache „Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung“ aus dem Jahr 2011.

Die „gesicherte Leistung“ aller Windkraft- und Fotovoltaikanlagen bleibt trotz des starken Zubaus der letzten Jahre weiterhin nahezu Null. Eine Glättung der Stromeinspeisung aus Windkraftanlagen ist trotz ihrer großflächigen Verteilung über das gesamte Bundesgebiet ausgeschlossen. Ausschläge und Schwankungen steigen mit dem Zubau weiter an.

Die jüngste Kaltdunkelflaute – kein Wind, kein Sonnenschein – offenbarte das Aus­maß des „Speicherproblems“ von Wind- und Solarenergie. Kernenergie-, Kohle- und Gaskraftwerke mussten die Stromversorgung fast vollständig übernehmen. Die hohen Börsenpreise belegen die Stromknappheit während dieses Zeitraums. Die „Stromspeicherung“ als Ausweg ist angesichts der Größenordnung des Stromverbrauchs illusorisch. In zehn Tagen werden ca. 16 Milliarden kWh ver­braucht. Für eine entsprechende Batteriespeicherung wären Investitionskosten von 16 Billionen (16.000 Milliarden) Euro fällig. Die einzige großtechnische Alternative über Pumpspeicherkraftwerke würde – zusätzlich zu den bestehenden sieben – den Bau von 2800 neuen Anlagen mit je 1000 MW Nennleistung erfordern.

Doch außer dem Totalausfall kann sich auch die Hyperaktivität von Windkraft- und Solaranlagen desaströs auswirken. Denn nicht nur Kälteflauten, sondern auch Sturmtiefs bringen das deutsche Stromversorgungssystem immer häufiger und immer näher an den Kollaps:

Bei viel Sonne und Wind überschreiten die hohen Einspeisungen nämlich immer öfter den minimalen Bedarf. Die konventionellen Kraftwerke können ihre Leistung aber maximal auf Null reduzieren. Genügt das nicht, müssen EEG-Anlagen vom Netz genommen werden, deren dann nicht erzeugte Leistung aber trotzdem mit hohen Millionenbeträgen vergütet werden muss. Durch die wegbrechende Regel­fähigkeit der kon­ven­tionellen Anlagen wird die Netzstabilität extrem gefährdet. Die Situation, dass kein ausreichender Puffer zur Sicherung der Netzstabiliät durch konventionelle Anlagen mehr vorliegt und der unverwertbare Anteil nicht regel­barer Energie zu nega­tiven Strompreisen führt, wird kein Einzelfall bleiben, sondern zur Regel werden.

Viel schlimmer als die teure Entsorgung wertlosen Stroms ist für die deutsche Strom­versorgung dieser bald nicht mehr vorhandene Regelpuffer mit konventio­nellen Kraftwerken, die den mit Vorrang einspeisenden regene­rativen Energien nachregeln müssen. Die starke Zunahme von Eingriffen in die Erzeugungs-leistung von Kraftwerken („Redispatch-Maßnahmen“), um Leistungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen, künden von der Bedrohung: Da die Spitzen der Erzeugung von Sonne und Wind ein Maß erreicht haben, das sich seit geraumer Zeit sehr häufig mit dem Bereich des Verbrauchs schneidet, schwindet die Regelfähigkeit des Netzes aufgrund der schwindenden Flexibilität der Erzeugung massiv. Der Blackout wird immer wahrscheinlicher!

Eine tiefergehende Analyse der Vorgänge im Stromversorgungssystem zum Jahresbeginn 2017 und eine ausführlichere Diskussion der Implikationen ist unter www.vernunftkraft.de/kaltflaute abrufbar.

Die Faktenlage legt eindrücklich nahe, wie der weitere Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugungsanlagen die Stromversorgung immer näher an den Kollaps führt. Gleichzeitig werden auch die energiepolitischen Ziele „Wirtschaftlichkeit" und „Umweltverträglichkeit" mit jeder neu errichteten, durch Einspeisevorrang und Fixver­gütung begünstigten Windenergieanlage in immer weitere Ferne gerückt.

Als Landesverbände von über 650 Initiativen, bestehend aus aufgeklärten und für eine vernünftige Energiepolitik eintretenden Bürgern aus dem ganzen Bundesgebiet, halten wir fest:

Kleinliche Diskussionen um die Verteilung von Netzentgelten oder ähnliche Neben­schauplatzgefechte sind fehl am Platz. Die Antwort auf eine für das ganze Land verheerende Entwicklung muss vielmehr in der Beseitigung des grundlegenden Fehlers liegen. Deshalb ist der Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugung unverzüglich einzustellen.

 

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2.2.2017 Die dunkle Seite der Energiewende

Verlogene Verlagerung des Kohleabbaus in Länder der 3. Welt

Lesen sie hierzu in SPIEGELONLINE "Die dunkle Seite der Energiewende"

9.1.2017 Teure Bescherung

Weihnachten bescherten die 27.000 Windenergieanlagen den Stromkunden zum wiederholten Male zusätzliche erhebliche Kosten.
Infolge der Überschussproduktion musste den Abnehmern im benachbarten Ausland zusätzlich ca. 20 Mio. € an "Entsorgungsgebühren" gezahlt werden.
Dies wird nicht die letzte teure Bescherung für die Stromkunden sein, da die Stromproduzenten sogenannter erneuerbarer Energien Strom nicht bedarfsgerecht bereitstellen können und es auf lange Sicht keine geeigneten Speichermöglichkeiten für die Überschussproduktion geben wird.
Diese Problematik verschärft sich mit jedem weiteren Zubau an Windenergieanlagen.
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