Der Klimawandel entscheidet darüber,
wie wir in Zukunft leben.
Die Biodiversitätskrise entscheidet darüber,
ob wir überleben.

 

 

Neuer Naturschutzverband - Für unverbaute Landschaften!

17.01.2016 - Gute Entwicklung: An diesem Wochenende wurde bekannt gegeben, dass es einen neuen und unabhängigen Naturschutzverband gibt: die "Naturschutzinitiative e.V.", die überregional ausgerichtet ist. Aus vielen guten inhaltlichen Gründen wendet sich dieser neue Verband besonders auch gegen den weiteren Verbau von Landschaften durch Windkraft. Das ebenfalls unabhängige Bündnis begrüßt das. Info / Link zum neuen Verband: http://naturschutz-initiative.de/ 

 

 

Klarstellung von Argumenten: Windräder dienen nicht dem Atomausstieg, nicht dem Klimaschutz, nicht dem Naturschutz

23.06.2015 - In diesen Tagen gibt es wieder zahlreiche Leserbriefe und Stellungnahmen, die Windkraft als wichtig oder sogar als unabdingbar ansehen, um den Atomausstieg / Energiewende abzusichern, Klimaschutz zu betreiben und Artenvielfalt zu erhalten, die durch Klimawandel angeblich gefährdet wäre. Diese Ansichten sind bereits weit verbreitet und sorgen für die oft mehrheitliche Zustimmung für Windkraft.

Nach allen verfügbaren wissenschaftlichen Daten muss dem aber sachlich und deutlich widersprochen werden:

1.) Weil Windkraft insgesamt nur einen begrenzten Energiebeitrag leisten kann und in diesem Sinne ineffizient ist und weil vor allem leistungsfähige Speicher für diese fluktuierende Energieform auf lange Sicht fehlen, ist der Beitrag von Windkraft zum Atomaustieg / Energiewende ganz gering und nicht entscheidend.

2.) Demzufolge ist auch die CO2-Erparnis / der Beitrag zum Klimaschutz vernachlässigbar gering.

3.) Windkraft bedroht zudem eher mehr die Natur und Artenvielfalt als sie zu schützen. So sehr der menschengemachte Klimawandel tatsächlich ein Problem für uns Menschen selbst ist, das wir entschieden und vernünftig angehen müssen, so wenig wird durch ihn maßgeblich die natürliche Artenvielfalt zerstört, wie wissenschaftliche Quellen belegen. Entscheidender sind der akute Lebensraumverlust, die Zerschneidung von Landschaften und Intensivierung von Nutzungen, die gerade durch falschen Einsatz regenerativer Energien eher verschlimmert als verbessert werden.

 

Angesichts der aktuellen Debatten regen wir dringend an, diese Punkte ungedingt in Diskussionen klar herauszustellen und den verbreiteten falschen Stereotypen einer angeblichen "Öko-Energie" entgegen zu halten.

 

Gute Lösungen sind hingegen: Energie-Einsparung, Effizienz, behutsame naturverträgliche Energie-Kombinationen, umweltgerechtere Lebensweisen, ein Ende des Wachstumsdenken und und und - denn es gibt sie: kluge Lösungen. Bitte weiter nachdenken statt nachplappern!

 

Mehr sachlich-inhaltliche Hintergründe und Argumente z.B. in den Portalen von www.vernunftkraft.de oder www.freinatur.net/Windkraft/ oder auch auf diesen Internetseiten des Bündnisses.

 

Ein Einwurf von Michael Altmoos, www.naturschutz-museum.de

 

Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern e. V. (OAMV) fordert klare Orientierung bei Artenschutz-Konflikten in der Windkraftplanung und bezieht sich auf die Position des NABU.

Auf der Webseite der OAMV vom 23.05.2015 steht:

Klare Orientierung bei Artenschutz-Konflikten in der Windkraftplanung

Der NABU hat die Entscheidung der Bundesländer zur Freigabe des sogenannten "Neuen Helgoländer Papiers" begrüßt. Damit erhalten Windkraftplaner von nun an in Deutschland mehr Planungssicherheit bei der Anlage von Windkraftanlagen in der Nähe von sensiblen Vogelvorkommen. Im Papier geregelt sind die empfohlenen Mindestabstände zwischen den Anlagen und seltenen Arten, wie etwa Schreiadlern, Rotmilanen oder Schwarzstörchen.

Die Minister beendeten damit auf ihrer Konferenz im oberfränkischen Kloster Banz einen langjährigen Diskussionsprozess. "Bislang gab es immer wieder gravierende Versäumnisse bei der Wahl von Standorten und der Umsetzung einzelner Projekte. Wir freuen uns, dass nun endlich Politik, Windkraftplaner und Naturschützer eine vor Gericht belastbare Grundlage haben. So können Konflikte zwischen Windkraft und Vogelschutz künftig gelöst werden - ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einer naturverträglichen Energiewende", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Das "Neue Helgoländer Papier" spiegelt den neuesten Stand der Forschung zur Gefährdung von Vögeln durch Windkraftanlagen wider und stellt damit auch die fachliche Messlatte für die Genehmigungsfähigkeit von Windkraftplanungen dar. Die Empfehlungen waren bereits vor zwei Jahren von der Länderarbeitsgemeinschaft der staatlichen Vogelschutzwarten erarbeitet und seither diskutiert worden. Mit der heutigen Entscheidung endet dieser langwierige Prozess, in dessen Verlauf Naturschützer eine politische Aufweichung der wissenschaftlich begründeten Abstandsempfehlungen befürchtet hatten. "Dieser Weg war ausgesprochen zäh. Doch er hat dazu geführt, dass das Papier nun von höchster politischer Ebene abgesegnet wurde. In der Praxis wird ihm das ein besonderes Gewicht verleihen", so Miller weiter.

Das ursprüngliche "Helgoländer Papier" war bereits 2007 durch die Länderarbeitsgemeinschaft der staatlichen Vogelschutzwarten veröffentlicht worden. Immer wieder wurde seither in strittigen Fällen seine Gültigkeit als fachliche Messlatte von Gerichten bestätigt. Das aktuelle Papier ist eine aktualisierte Version der Abstandsempfehlungen. Sie enthält bei vielen Arten eine fachlich gut begründete Reduzierung der Abstandsempfehlung, beim Rotmilan hingegen jetzt einen vergrößerten Mindestabstand auf aktuell 1.500 Meter (vorher 1.000 Meter).

Der NABU befürwortet den naturverträglichen Ausbau der Windkraft sowohl an Land wie auf dem Meer, weist jedoch auf gravierende Versäumnisse bei der Standortwahl und der Umsetzung einzelner Projekte hin. Trotz aller Bekenntnisse der Branche ist wiederholt festzustellen, dass Naturschutzbelange nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt und auch höchst kritische Projekte realisiert werden. Das neue Papier ermöglicht Windkraftplanern von vornherein kritische Standorte auszuschließen, um spätere Bauverzögerungen oder Fehlinvestitionen zu vermeiden und trägt damit zu einer größeren

Planungssicherheit und einer Beschleunigung der Energiewende bei. 

Näheres unter: http://www.oamv.de/aktuelles/neuigkeiten/einzelansicht.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=179&cHash=3ab9cd39554a4c282b8f79458193bebe

Das Helgoländer Papier kann man unter: http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2014/09/LAG_VSW_13Mai2014_Entwurf_0001-bearb.pdf herunterladen!

Neues zu Fledermäusen und Windkraft: es ist noch viel schlimmer ...

12.02.2015 - Eine neue wissenschaftliche Studie zu Fledermäusen weist darauf hin, dass die Todesfälle an Windrädern nochmals höher sind als ohnehin schon gedacht. Für Deutschland wird nun die Zahl von 250.000 toten Tieren vorsichtig hoch gerechnet. Das kann hochgradig relevant für den gesamten Naturhaushalt sein. Darunter sind viele wandernde Tiere, so dass die aktuell 24.000 Windräder in Deutschland für ganz Europa negative Auswirkungen auf Fledermäuse haben - auch mit möglichen jursitischen Folgen. Insbesondere die neuen großen Windräder, die sich auch bei schwachem Wind drehen, sind Todesfallen, die bisher unterschätzt wurden. Viele Tiere sterben nicht direkt und sind demzufolge nicht direkt unter dem Windrad auffindbar, sondern fliegen verletzt (oft Lungenverletzungen / "Barotrauma" durch Druckunterschiede im Bereich drehender Rotorblätter) in ihre Quartiere und verenden dort.

Allerdings schließen die Autoren daraus nicht, dass Windkraft generell unverträglich ist. Es müssen Anpassungen (andere Abschaltzeiten) und eine bessere auch gróßräumige Planung verwirklicht werden. Das fehlt in Deutschland weitgehend.

- Originalquelle: Christian Voigt, Linn Lehnert, Gunars Petersons, Frank Adorf, Lothar Bach (2015): Wildlife and renewable energy: German politics cross migratory bats. – in ‘European Journal for Wildlife Research’ – Springer Verlag, Heidelberg (in English). http://link.springer.com/article/10.1007/s10344-015-0903-y

- Zusammenfassung des Instituts, an dem diese Arbeit entstanden ist: http://www.fv-berlin.de/news/deutschlands-energiewende-kollidiert-mit-migrierenden-fledermaeusen

- Populäre (und notgedrungen unvollständige) Zusammenfassung z.B. in Spiegel online vom 11.02.2015, Link:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/deutschland-250-000-fledermaeuse-von-windraedern-getoetet-a-1017886.html

zusammengefasst von Michael Altmoos, www.nahe-natur.com

 

Zum Weiterdenken - Kommentar: Was im Falle von theoretisch denkbarer zukünftiger Verträglichkeit von Windradplanungen für Fledermausarten in jedem Fall bleibt, ist der schwerwiegende Landschaftsverbau. Das lenkt den Blick auf die eigentlichen Probleme der Windkraft jenseits von reinen Tierartbetrachtungen, so wichtig diese auch sind. Vertiefungen zum Landschaftsthema in anderen Beiträgen dieser Internetpräsenz oder unter http://www.nahe-natur.com/Freinatur/Windkraft/ (Quelle: Naturschutz-Museum www.nahe-natur.com, Michael Altmoos)

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